Eckhaus Marktstraße 20

Hann. Münden: Über 300 Jahre altes Haus wird wieder zu einem Fachwerkjuwel

Blick auf das von außen sanierte Haus Marktstraße 20/Ecke Burgstraße in der Mündener Altstadt.
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Sanierung des Hauses Marktstraße 20/Ecke Burgstraße: Die Arbeiten an der Außenfassade sind so gut wie abgeschlossen.

Der Mündener Geschäftsmann Fritz Fehrensen saniert derzeit das Haus Marktstraße 20 in der Mündener Altstadt. Es wird wieder ein historisches Fachwerkjuwel.

Hann. Münden – Von außen ist bereits fast alles perfekt. Aber im Inneren ist das Fachwerkhaus Marktstraße 20 in der Mündener Altstadt noch eine einzige Baustelle. Von den beiden Ladenräumen im Erdgeschoss bis hoch unters Dach. Während die Sanierung der Fassade so gut wie abgeschlossen ist, gibt es auf den 320 Quadratmetern im Inneren des viergeschossigen Eckhauses noch viel zu tun.

Fritz Fehrensen, der das über 300 Jahre alte Haus 2018 gekauft hat, saniert es derzeit von Grund auf, einschließlich der Wände, Böden und Decken und aller Leitungen. Mächtige Balken liegen im Inneren frei, der Blick kann in bisher verborgene Winkel schweifen. „Ecken zum Entdecken“, sagt Fritz Fehrensen dazu. Zwischen 350 000 und 400 000 Euro investiert der 54-jährige Mündener Geschäftsmann.

Neben den beiden Läden und Büros gibt es im Haus auch zwei Wohnungen. Eine ganz oben und eine im zweiten Obergeschoss mit einem „wunderschönen Blick über die roten Ziegeldächer von Hann. Münden“. Fehrensen gerät ins Schwärmen, als er aus dem Fenster über die Straße Vor der Burg am Schloss vorbei in die Sydekumstraße schaut. „Modernes Leben in altem Fachwerk“ will er ermöglichen. Und dazu gehört auch der Rückgriff auf historische und ökologische Werkstoffe.

Bauherr Fritz Fehrensen liebt den „wunderschönen Blick über die roten Ziegeldächer von Hann. Münden.“

So werden etwa die Außenwände mit einer Mischung aus Lehm und feinen Holzschnitzeln gedämmt. Lehm ist neben Holz, der zentrale Werkstoff im Haus. Ein „fantastischer Baustoff“, sagte Fehrensen, der zudem ein sehr angenehmes Raumklima schaffe. „Ich mag auch den Geruch.“ Lehm, der bei den Arbeiten anfällt, etwa weil Wände verändert werden, wird gesammelt und an anderer Stelle wiederverwertet. Für die Arbeiten im Haus setzt Fehrensen auf Handwerker aus der Region.

Auf allen Etagen sind bereits neue Sprossenfenster eingebaut, passend zum Stil der historischen Fachwerkhäuser in der Nachbarschaft. Außen umrahmen ein dunkelroter und ein hellblauer Streifen die weißen Fenster und setzen einen Farbakzent im Übergang zum Hellgrau der sie umgebenden Balken.

Mächtige Balken prägen das Innere.

Es ist der Eingang zu den beiden Läden an der Markstraße, der im Außenbereich noch nicht neu gestaltet ist. Im Sommer sollen die neuen Mieter dort einziehen können.

Die Mündenerin Diana Schimek wird in den Räumen an der Ecke zur Burgstraße ein Geschäft für Körperpflegeprodukte eröffnen und im Obergeschoss, in das von unten eine Wendeltreppe führen wird, ein Kosmetikstudio. Aus dem anderen Laden wird das Feinkostgeschäft von Katrin Northemann. Beide haben derzeit auch auf dem Mündener Wochenmarkt einen Stand. Für den oberen Teil des Hauses mit den beiden Wohnungen lässt sich Fehrensen länger Zeit. Ende das Jahres sollen sie bezugsfertig sein. Von Ekkehard Maass

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