Polizeiinspektion Hildesheim

Ehemaliger Polizeidirektor Uwe Ippensen aus Volkmarshausen war über 40 Jahre im Dienst

Volkmarshäuser Uwe Ippensen war Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim
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Nach mehr als 40 Dienstjahren und 15 Jahren als Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim geht der Volkmarshäuser Uwe Ippensen in den Ruhestand.

Volkmarshausen – Uwe Ippensen war mehr als 40 Jahre Polizist mit Leib und Seele, war in den letzten 15 Jahren als Leiter der Polizeiinspektion Hildesheim mit seinen rund 550 Mitarbeitern für die Sicherheit von 275 000 Einwohnern in Stadt und Landkreis Hildesheim verantwortlich.

Ende März verabschiedete sich der Volkmarshäuser in den Ruhestand, den er jedoch keinesfalls auf der faulen Haut verbringen will. „Als ich bei der Polizei angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass ich es einmal zum leitenden Polizeidirektor bringen würde“, sagt Uwe Ippensen.

Am 29. März 1959 im Haus der Großeltern in Oberode geboren, wuchs der heute 62-Jährige in Volkmarshausen auf, besuchte nach der Grundschule zunächst die Realschule und ab der elften Klasse das Mündener Grotefend-Gymnasium, wo er 1978 sein Abitur machte. „Eigentlich wollte ich entweder Agrarwissenschaften studieren oder zur Polizei gehen“, erinnert sich Ippensen.

Bei einem lockeren Informationsgespräch habe ihn der damalige Leiter der Polizeischule in Gimte dann in einer Art umworben, dass er nicht lange mit der Unterschrift zögerte und noch im selben Jahr seine Ausbildung begann. „Weil ich Abitur hatte, habe ich gleich als Polizeiwachtmeister im mittleren Dienst angefangen“, erzählt Uwe Ippensen. Als Ziel habe er sich damals gesetzt, irgendwann in den gehobenen Dienst zu wechseln und es zum Kommissar oder Oberkommissar zu schaffen.

Polizei Niedersachsen: Vom Polizeiwachtmeister zum Leiter der Polizeiinspektion

Nach anfänglichen Stationen bei der Bereitschaftspolizei Braunschweig und der Polizeidirektion Hannover folgte 1983 der Kommissars-Lehrgang, womit das erste Ziel schnell erreicht war. „Dann habe ich in meiner weiteren Karriere viel Glück gehabt und war immer mal wieder zur rechten Zeit am rechten Ort“, sagt Ippensen.

Nach einem kurzen Gastspiel in Rotenburg 1985 wechselte er gerade einmal 26-jährig als Fachlehrer an die Polizeischule nach Gimte. Dort machte er sich mit kreativen und manchmal auch etwas unorthodoxen Unterrichtsmethoden einen Namen, wurde 1990 für die Aufstiegsausbildung vorgeschlagen und rückte nach einem Studium in den höheren Dienst auf.

Nach seiner Berufung zum Personalchef der PD Hannover 1992 ging es 1997 nach Göttingen, wo Ippensen für drei Jahre das Zweite Polizeikommissariat leitete und später Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion wurde. Nach einer kurzen Stippvisite im Niedersächsischen Innenministerium übernahm der Volkmarshäuser dann am 1. Juli 2006 als Leitender Direktor die Polizeiinspektion Hildesheim.

Ruhestand in der Heimat Hann. Münden

„Es war eine sehr reizvolle Aufgabe, 15 Jahre lang eine von nur 30 niedersächsischen Polizeiinspektionen leiten zu dürfen und damit für ein bestimmtes Gebiet die polizeiliche Gesamtverantwortung zu haben“, sagt Uwe Ippensen, der seinen Führungsstil „kooperativ, konsequent und stets mit dem Bemühen um Transparenz“ bezeichnet. Dabei habe er das große Glück gehabt, „eine gute Mannschaft“ zu haben, die ihn über die ganzen Jahre getragen habe und ohne die eine erfolgreiche Arbeit unmöglich sei. „Mir war meine Dienststelle sehr ans Herz gewachsen, aber jetzt ist es auch genug und jetzt bin ich auch froh, keine Entscheidungen mehr treffen zu müssen“, sagt der 62-Jährige, der seiner Heimat Hann. Münden privat (bis auf kurze Auszeiten) immer treu geblieben ist.

Zusammen mit seiner Ehefrau, die er 1978 (nur einen Monat vor dem Eintritt in den Polizeidienst) kennengelernt hatte und die er vor etwas mehr als einem Jahr an den Krebs verlor, baute er in Volkmarshausen ein Haus und bekam einen Sohn, der ebenfalls zur Polizei ging und aktuell in Wolfsburg arbeitet. „Ich liebe die Landschaft hier und wollte nie weg“, sagt Ippensen, der in all den Jahren zu seinen jeweiligen Dienststellen gependelt ist und die Zeit im Zug vor und nach der Arbeit sogar genießen konnte.

Seine neu gewonnene Freizeit will er seinen Hobbys Modellbau, Crossbike- und Motorradfahren widmen. „Außerdem habe ich einen alten Trecker, mit dem ich gerne umherfahre und auch schon mal Freunden helfe, die etwas zu transportieren haben“, sagt er. „Ansonsten bemühe ich mich, mein Leben sinnvoll zu führen, genieße aber auch die Möglichkeit, genau das zu tun, wozu ich Lust habe.“ Denn das sei ja schließlich das Privileg des Ruhestandes.

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