Wetterschäden und Vandalismus

Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze sucht Ehrenamtliche für Pflegearbeiten

Vereinsvorsitzender Dr. Manfred Albrecht zeigt auf Stufen am Weg zur Tillyschanze, die unbedingt bearbeitet werden müssen.
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Dr. Manfred Albrecht ist Vorsitzender der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze.

„Vorstand und Mitglieder des Vereins Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze werden immer älter, die Arbeit zur Erhaltung des Zickzack-Weges, des Turmes und der Anlagen rundherum bleiben und werden nicht weniger“, stellt Dr. Manfred Albrecht, Vorsitzender des Vereins, fest. Deshalb rufen die Mitglieder zu Hilfe auf.

Der Verein sei auf der Suche nach Ehrenamtlichen, die an den Aktivitäten und anfallenden Arbeiten Freude haben. „Der Turm lebt, und so werden immer wieder Arbeiten anfallen“, sagt Dr. Albrecht. So habe man kürzlich rund um den Turm bis zu mehreren Metern Höhe Drähte gespannt, damit die Kletterrosen wachsen können.

In der kommenden Zeit sei einiges geplant. Die Balustrade, die um den Turm führt, bröckelt. Vor zehn Jahren restauriert, nagt der Zahn der Zeit an den Steinen. „Wir würden uns freuen, einen Steinmetz zu finden, der Zeit hat, dies in Ordnung zu bringen“, sagt der Vorsitzende. Benötigt wird dafür Weserbuntsandstein zwischen 80 und 100 Zentimer Länge.

Desweiteren wünsche sich der Vorstand Unterstützung bei der Pflege der Hochzeitsrosenbeete rund um den Turm. Es sind bislang rund 60 Rosen gepflanzt. Außerdem soll demnächst eine Sitzecke auf der Fläche des kleinen Amphitheaters wieder hergestellt werden. „Größere Quadersteine könnten wir dazu gut gebrauchen, die mit Holzauflagen versehen schöne Sitzgelegenheiten ergeben“. Um den Transport der Steine würde sich der Verein kümmern.

Auf dem Zickzack Weg werden in Kürze aus Sicherheitsgründen 35 Pfosten erneuert, teilweise wurden sie durch Vandalismus zerstört. Auch die Türklinke mit Schloss des Hochzeitszimmers fiel dem Vandalismus zum Opfer, sie wurde neu angebracht und zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage zerstört.

Regen hat Erde und Steine auf den Stufen des Zickzackweges weggespült, sodass der Tritt sehr uneben ist. Auch das soll in Kürze behoben werden. Bei der Gelegenheit will der Verein mit Treppenkantsteinen einige Stufen anpassen. Auch hier bestehe die Hoffnung, dass jemand die Steine spendet.

Der Zick-Zack-Weg werde immer arbeitsintensiv bleiben. Dieser wurde zeitweise still gelegt, weil die Pflege zu kostspielig war. Nach Darstellung von Dr. Albrecht waren im städtischen Haushalt die jährlichen Kosten zur Instandhaltung des Weges mit 6000 Euro veranschlagt. Vor einigen Jahren hat die Feuerwehr Hann. Münden mit freiwilligen Helfern für die Restauration und Neueröffnung des Weges gesorgt. Von Beschäftigten der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) wurden Stufen gebaut.

„Wir sind ein Verein mit 135 Mitgliedern, die alle nicht mehr die Jüngsten sind, aber immer noch ordentlich anpacken. Wir machen es gerne für Münden, für die Allgemeinheit, die Touristen, für die Stadt. Weil es Spaß macht, weil wir den Turm erhalten wollen und das seit zehn Jahren, in denen wir schon viel geschafft haben, mit finanziellen Spenden und Manpower“, schildert der Vorsitzende. Ein wenig Anerkennung durch die Bevölkerung und vonseiten der Verwaltung würde motivieren, weiter und noch mehr zu machen, sagt Dr. Albrecht.

Der Aussichtsturm war von Beginn ein Freiwilligenprojekt: Er wurde von einem Turmbaukomitee, einer örtlichen Bürgerinitiative, von 1881 bis 1885 mit Spendenmitteln errichtet.

Wer Lust und Spaß hat, an den Aktivitäten der Schutz- und Fördergemeinschaft Tillyschanze e.V. teilzunehmen, kann sich bei Dr. Manfred Albrecht, Telefon 05541/4661, melden.

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