Rock for Tolerance

Ein Fest gegen die Hetze auf dem Tanzwerder 

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Frischer und junger Pop-Rock: Die Band BlindLinks aus dem Landkreis Eichsfeld eröffnete das Festival. 

Hann. Münden. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, das Veranstaltungsteam von Rock for Tolerance ist überwältigt von den vielen Besuchern, die am Samstag zum Tanzwerder gekommen waren. Zu sagen, wie viele es genau gewesen sind, sei schwer, so Robert Maaßen vom Orga-Team.

Mehrere Eingänge, viele kamen und gingen, die meisten aber kamen wieder. Über 1000 Besucher waren es aber in jedem Fall, die wegen der Musik, des bunten Begleitprogramms und wegen der guten Sache das zweite Rock for Tolerance-Festival besuchten. „Als wir bei Regen das Festival eröffnen mussten, waren wir sehr besorgt“, so Maaßen weiter. Die Sorge habe sich aber schnell gelegt, als sich das Gelände immer mehr füllte und schnell gute Stimmung aufkam, erzählt der Musiker. „Das Wichtigste aber ist, dass ordentlich Geld in die Spendenkasse gekommen ist“, betont er. Wie viel, steht noch nicht fest. Beim ersten Rockabend gegen Toleranz im Vorjahr kamen 4000 Euro für lokale soziale Projekte zusammen.

Breites Angebot

Musikalisch war am Samstag für jeden Geschmack etwas dabei. Eher ruhiger und auf deutsch eröffneten BlindLinks aus dem Landkreis Eichsfeld das Festival. Sie erinnerten in manchen Passagen an Silbermond und waren damit so ziemlich das Gegenteil der Göttinger Metalband Badass Bastards, die sich eher am Sound von Motörhead orientiert, schmutzig und laut, so wie Rock´n´Roll eben klingen muss.

Weiter ging es mit der ersten Mündener Band: Lost Brian hatten wie immer Songs mit Texten über aktuelle politische Themen dabei, gegen Intoleranz und Hetze, begleitet von harten Gitarrenriffs und Drum-Schlägen. Best before Monday, mit Robert Maaßen als Sänger, zeigten danach, dass sie vielseitig sind und beides können. Sowohl Balladen mit eingängigen Melodien als auch guten alten Rock´n´Roll. Vom Stil her undefinierbarer wurde es bei „YugonaughtY“ , ebenfalls aus Hann. Münden, die aber von Publikumsseite begeistert aufgenommen wurden und zum Ende des Festivals noch einmal ordentlich für Stimmung sorgten. Nach eigener Aussage macht die Band elektrische Balkan-Trash-Rock-Punk, unterstützt mit einer Vielzahl von Instrumenten und schaffte es die Festivalbesucher auf dem Tanzwerder zum Tanzen zu bringen.

Etwas aber hatten alle fünf Bands gemeinsam: Den Wunsch nach einem friedlichen und freundlichen Miteinander sowie die deutliche Ablehnung von Hetze, Gewalt und Intoleranz. Auch das Publikum zeigte sich durchweg friedlich und von der Musik inspiriert.

Viele Vereine zeigten sich

Darüber hinaus präsentierten wieder viele Vereine und sozial engagierte Gruppen auf dem Festival ihre Arbeit. Das Kinder- und Jugendbüro war mit einer kreativen Kunstaktion vertreten, bei der jeder zum legalen Sprayer werden durfte und die Freiwillige Feuerwehr bot den Kindern die Chance, beim Kistenklettern einen tollen Ausblick über die Stadt zu genießen, sie mussten sich nur trauen und viele Kisten übereinandersetzen. Rock for Tolerance präsentierte sich als Fest für die ganze Familie.

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