Skulptur von Mündener Kunstschmied

Eine Wetterhexe für das Gasthaus Weserstein

Dieter Vetter mit der Hexenskulptur
+
Die Wetterhexe wird Dieter Vetter ab 30. April präsentieren.

15 Jahre lang hat eine Hexenskulptur den Mündener Kunstschmied Dieter Vetter auf Ausstellungen begleitet. Nun findet sie einen Platz in Hann. Münden.

Hann. Münden – Sie war eine Art Blickfang für die Besucher. Nun braucht sie ihre Aufgabe als Anziehungspunkt bei Ausstellungen nicht mehr wahr- zunehmen.

Um sie aber trotzdem noch einmal einem breiten Publikum zu präsentieren, hat Vetter beschlossen, sie im Bier- und Cafégarten des Gasthauses „Weserstein“ auf dem Tanzwerder aufzubauen.

Als Zeit hat er Freitag, 30. April gewählt, denn da steht die jährliche Walpurgisnacht an. Zur Dämmerung wird die Hexe mit einer Fackel in der Hand, den Hexenkult vom Blocksberg (Brocken) nach Münden bringen.

Vetter weist darauf hin, dass die Interessierten die Hygienevorschriften beachten sollen. Um nicht zu viele Menschen an einem Tag anzulocken, wird die Hexe einige Zeit dort stehen bleiben.

Zwei Monate hat der Kunstschmied für die Herstellung der Hexe benötigt, es war ein hoher Kraftaufwand nötig, denn die Skulptur ist in Handarbeit entstanden.

Es ist eine Wetterhexe mit 250 Zentimetern Höhe (inklusive Ständer) und einem Gewicht von 17 Kilogramm. Sie fliegt auf einem Besen und ist mit vielen kleinen Details wie beispielsweise lockigen Haaren und Fingernägeln gestaltet. Sie dreht sich nicht nur, sie zeigt auch, wo der Wind her kommt und in welche Richtung er weht. „Das können nur Hexen, die nicht immer böse sein müssen“, meint Dieter Vetter scherzhaft. „Hexen ist ein uraltes Thema, das mich schon lange fasziniert“.

Modell hat die Brockenhexe gestanden, denn sie trägt ein Kopftuch. Die Victorianische Hexe ist mit einem Zauberhut ausgestattet und in Italien freuen sich die Kinder auf die Hexe, weil sie Weihnachten Süßigkeiten bringt.

Seine Faszination zu Hexen hat Dieter Vetter genommen, um diese Gestalten in Metall zu verewigen. Mit viel Liebe zum Detail wird jede Hexe in Handarbeit gefertigt und bleibt somit ein Einzelstück.

Am Anfang ist immer ein großes Stück Blech, aus dem dann durch Schneiden, Trennen, Hämmern und Formen mit viel Energie- und Zeitaufwand eine Hexe entsteht. Durch verschiedene Oberflächenbehandlungen oder Farbgebungen sind immer andere Effekte möglich.

„Ich habe vorher den kompletten Ablauf und das Aussehen im Kopf, kann aber trotzdem vorher nicht sagen, wie sie letztendlich aussehen wird“, schildert der Metallkünstler. (Petra Siebert)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.