Polizeiakademie: Sechs Millionen verbaut

Außenansicht der Turnhalle: Insgesamt 30 Baufirmen und 13 Ingenieurbüros aus der Region waren an dem Projekt beteiligt. Fotos:  Siebert

Hann. Münden. Mit einem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk kam der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, im Juni 2016 zur Feier zum 70-jährigen Bestehen der Polizeiakademie nach Hann. Münden.

In einem etwa neun Tonnen schweren Bagger sitzend riss er mit den Schaufeln die Tür der maroden und von Schimmel belasteten Turnhalle auf dem Gelände der Akademie ein. Damit gab er symbolisch den Startschuss für einen modernen Neubau. Sechs Millionen Euro kostete die zweigeschossige Halle, die am 16. April nach 22 Monaten Bauzeit eingeweiht wird.

„Für die traditionsträchtigste Liegenschaft der Polizeiakademie ist das ein ganz wichtiges Signal. Der Studienort Hann. Münden hat nicht nur eine Geschichte, er hat auch eine Zukunft“, stellte Dieter Buskohl, der damalige Direktor der Polizeiakademie, nach der Aktion mit dem Innenminister fest. Buskohl wurde zu Jahresbeginn in den Ruhestand verabschiedet.

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Bauherr der Zweifach-Sporthalle mit Tribünenbereich ist das Land Niedersachsen, vertreten durch das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen.

Neben der Hallenfläche von 1815 Quadratmetern (22 mal 44 Meter) mit Kletterwand, sind Umkleide-, Dusch- und Toilettenräume, auch behindertengerecht, sowie ein Kraftraum entstanden. Eine Heizzentrale mit einem Holzpellet-Heizkessel ist im Nachbargebäude untergebracht, somit sind die Anforderungen der Energiesparverordnung absolut erfüllt.

Das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen hat 16 Ingenieurbüros, davon 13 aus Niedersachsen, an der Planung und Bauausführung beteiligt. Insgesamt waren 50 Baufirmen beteiligt, davon 30 Unternehmen mit Hauptsitz in der Region.

Mitte 1930 gebaut

Schon seit Jahren kann die Mitte der 1930er Jahre gebaute Sporthalle nicht mehr genutzt werden. Am 11. Juni 1946, wurden die ersten Polizeibeamten in der damaligen Polizeischule ausgebildet.

Die Studenten standen so ohne Hallen-Sportmöglichkeit da. Die in den 70er Jahren sanierte und mit Tribüne und Nebenräumen erweiterte Halle war undicht geworden. Feuchtigkeit hatte zu Schimmelbildung geführt, dieser Umstand barg gesundheitliche Gefahren für die Hallenbenutzer.

Die Halle, die sich nun präsentiert, kann sich sehen lassen: Ein schicker Flachbau in dunkelgrau mit rot. Die Farben setzen sich auch in den Fluren und den sanitären Bereichen fort. Die Halle ist durch Fenster und optimale Deckenbeleuchtung lichtdurchflutet. Helle Wände und heller Boden bieten gute Trainingsbedingungen. (zpy)

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