Stau im Kanal nach Starkregen in Landwehrhagen

Eklig: In Landwehrhagen kommen Toilettenreste aus einem Gully

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Unappetitlich: Dieser Gully in der Hohen Schleife bei Landwehrhagen lief über und spülte Toilettenreste auf die Straße.

Das war schon ein unappetitlicher Anblick, den Gabriele Wendt aus Landwehrhagen ertragen musste. Aus einem Gully-Deckel waren Toilettenreste ausgetreten.

Passiert war das in der Straße Hohe Schleife in der Feldmark zwischen Landwehrhagen und Spiekershausen, dort hatten sich die Reste abgelagert. Die 59-Jährige ist dort regelmäßig mit ihrem Hund unterwegs. Alles, was Menschen so in die Toilette werfen, habe sie gesehen. Sie ärgert sich, dass so etwas möglich ist. So könnten Fäkalien ungeklärt in die Natur gelangen, und auch die Hunde der Spaziergänger damit in Berührung kommen.

Der Wasserverband Peine, der für das Kanalsystem in Staufenberg zuständig ist, erklärt dies nach einer Überprüfung vor Ort damit, dass der Kanal nach einem Starkregen übergelaufen sei. Es habe eine „Überstauung“ gegeben, sagte Sandara Ramdohr, Sprecherin des Wasserverbandes. Unter dem Gullydeckel sei der Abwasserkanal nach oben zur Belüftung offen.

Keine Fremdstoffe ins Abwassersystem geben

Fließe viel Regenwasser in den Kanal, könne so etwas passieren, vor allen auch dann, wenn durch Dinge, die nicht in die Toilette gehören, wie Binden und Feuchttücher, es im Kanal zu Verstopfungen komme. Mitarbeiter des Wasserverbandes hätten die Überreste aus dem Kanal inzwischen beseitigt. Der Wasserverband danke für den Hinweis aus der Bevölkerung über unsere Zeitung.

Sie weist darauf hin, dass unter den ausgetretenen Resten tatsächlich auch Feuchttücher gewesen seien. „Jeder Nutzer kann seinen Beitrag zum Funktionieren des Kanal- und Abwassersystems leisten, indem er keine Fremdstoffe wie Zigarettenkippen, Medikamentenreste oder Feuchttücher, Binden, oder Ähnliches über die Toilette entsorgt“, so Ramdohr.

Die Sorge, dass es durch das Überlaufen des Kanals zu einer größeren Fäkalienbelastung in der Natur gekommen sein könnte, betrachtet Ramdohr als unbegründet. Damit der Kanal überlaufen könne, führe er so viel Wasser, dass das austretende Abwasser so stark verdünnt sei, dass es zu keiner Belastung komme. Es sei eher wie Regenwasser.

Dass es am Durchmesser der Rohre liegen könnte, dass es zu solchen Vorfällen kommen könne, verneint sie. Sie seien ausreichend und entsprächen dem Stand der Technik.

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