Ende einer Ära: Die letzten Operationen in Neumündener Klinik

Die letzten Operationen in Neumünden: Die Chirurgen Johannes Barton und Dr. Martin Paetzold, Schwester Andrea und der Anästhesist Dr. Mario Wawer begleiten am Mittwoch einen Patienten aus dem Operationssaal. Foto:  Welch

Hann. Münden. Es ist das Ende einer Ära. Im Krankenhaus Hann.Münden, dem ehemaligen Evangelischen Krankenhaus in Neumünden, wurde am Mittwoch letztmalig operiert.

Zehn operative chirurgische Eingriffe gab es noch am Mittwoch. Ab Freitag werden diese medizinischen Eingriffe im Nephrologischen Zentrum Niedersachsen (NZN) am Vogelsang vorgenommen. Wer an diesem Donnerstag medizinische Notfallversorgung benötigt, soll sich an umliegende Krankenhäuser in Göttingen oder Kassel wenden. Denn es wird an den anderen Mündener Standort umgezogen.

Wie viele Operationen im früheren Vereinskrankenhaus erledigt wurden, lässt sich nicht genau ermitteln. Dr. Albrecht Bornscheuer, Leiter des Ressorts Medizin und der Lenkungsgruppe Einhäusigkeit der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (AWO GSD), schätzt die Zahl grob auf etwa eine halbe Million Operationen. Das Aus des Krankenhauses an diesem Standort sei vor allem für die vielen Mitarbeiter schwer, sagt Bornscheuer: „Im Moment erkennt man nicht die Freude, dass es überhaupt weitergeht.“

Bornscheuer und seine Kollegen wie der Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Dr. Martin Paetzold, richten den Blick derweil nach vorn. „Es geht mit einer neuen Organisationsstruktur am neuen Standort weiter“, sagt Paetzold. Damit meint er das NZN am Vogelsang, wo die Krankenhausversorgung auch für chirurgische Eingriffe weitergeht.

Auch nach dem Umzug ist die Immobilie an der Burckhardtstraße nicht leer stehend, sondern wird weiterhin genutzt. Die Ärztliche Notdienstzentrale verbleibt dort, ebenso die Praxis Dres. Winkelsesser und Herzig, die Krankenhaus-Verwaltung und das Mündener Bildungszentrum mit der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. (awe)

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