Stromausfall wegen Sturmtief Friederike

EAM gegen Sturm: Energienetz Mitte versorgte kurzfristig Stromkunden in Hann. Münden

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Zurück zum Normalbetrieb: Andreas Nobst, Christian Keese (von links oben), Maurice Jaenecke und Darius Bürmann (im Keller) vom Regioteam Northeim der EAM bauen die für die Notfallversorgung notwendig gewordenen Umbauten am Umspannwerk Hann. Münden wieder zurück. 

Hann. Münden. Sturmtief Friederike richtete vor zwei Wochen große Schäden an. Auch das Stromnetz war betroffen - deshalb Sprang Energienetz Mitte für die Versorgung ein.

Bezogen auf das Netzgebiet der Energienetz Mitte habe sich erneut gezeigt, "dass sich die Investitionen der EAM-Tochter Energienetz Mitte in ein modernes, überregional und vermascht aufgebautes Stromnetz auszahlen", teilt das Unternehmen mit Sitz in Kassel mit. Insgesamt sei es hier nur zu wenigen, kurzen Störungen gekommen, weil die Energienetz Mitte schon seit langem große Teile des Stromnetzes auf Erdkabel umgestellt habe.

Verschiedene Ausfälle

Trotzdem seien die Mitarbeiter der EAM gefordert gewesen, weil es an verschiedenen Stellen zu Ausfällen des vorgelagerten Hochspannungsnetzes der Firma Avacon kam.

Besonders betroffen war die Region im Umkreis von Hann. Münden. Durch einen umgestürzten 110-Kv-Strommast der Avacon wurde das Umspannwerk Hann. Münden nicht mehr versorgt. Nach entsprechenden Umschalt- und Umbauarbeiten sprang die EAM für die Versorgung der betroffenen Kommunen über ihr überregionales Mittelspannungsnetz ein.

Die Wiederversorgung über das vorgelagerte Hochspannungsnetz der Avacon konnte in Hann. Münden erst nach einer knappen Woche erfolgen. So lange hatte die EAM die Versorgung der Region über ihr Mittelspannungsnetz übernommen. Dazu gehörte auch die Versorgung der Netzkunden der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM). "Für uns als regionaler Energieversorger war es eine Selbstverständlichkeit, in einer solchen Situation helfend einzuspringen", erklärt Jörg Hartmann, Geschäftsführer des EAM-Netzbetreibers EnergieNetz Mitte.

Kurzfristige Umbaumaßnahmen

Die durch die Störung nicht mehr vorhandene 110 000-Volt-Versorgung sei dank des hohen Einsatzes der Mitarbeiter der EAM durch größere Umbauarbeiten im Umspannwerk dahingehend ersetzt worden, "dass eine Versorgung durch die benachbarten Umspannwerke in Grebenstein und Witzenhausen möglich wurde". Zunächst konnte am Tag des Sturmtiefs nur so viel Energie bereitgestellt werden, dass die wichtigsten Einrichtungen sowie die Haushaltskunden mit Strom versorgt wurden. Erst durch die kurzfristigen Umbaumaßnahmen im Umspannwerk Hann. Münden im Laufe des Samstags konnten auch die Industriekunden – darunter der Autozulieferer WMU – wieder voll versorgt werden, heißt es weiter. Ein umfangreicher Produktionsausfall in einigen Volkswagen-Werken sei somit vermieden worden. "Die schnelle Wiederversorgung war nur durch unser mit entsprechenden technischen Reserven aufgebautes, überregionales Mittelspannungsnetz und das Engagement unserer Mitarbeiter vor Ort sowie unserer Leitstelle möglich. Ohne diese Reserven im Mittelspannungsnetz wäre es zu deutlichen längeren Versorgungsausfällen gekommen", so Hartmann. 

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