Preisträgerkonzert in St. Blasius

Händel-Festspiele: Ensemble Mozaïque brilliert in Hann. Münden

Ehrung der Sieger: Vorstandsmitglied Sigrid Jacobi zeichnete das Ensemble Mozaïque in der St. Blasius-Kirche mit dem Preis der Händel Gesellschaft Göttingen aus.
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Ehrung der Sieger: Vorstandsmitglied Sigrid Jacobi zeichnete das Ensemble Mozaïque in der St. Blasius-Kirche mit dem Preis der Händel Gesellschaft Göttingen aus.

Das Ensemble Mozaïque hat die Göttingen Händel-Competition für sich entschieden. Das Preisträgerkonzert fand jetzt in der St. Blasius-Kirche in Hann. Münden statt.

Hann. Münden – Mit Bravo-Rufen und großem Applaus endete das Preisträgerkonzert des Ensembles Mozaïque in der St. Blasius-Kirche in Hann. Münden. Rund 100 Besucher hatten das einstündige Konzert der Händel-Festspiele verfolgen können. Pandemiebedingt stand nur ein Drittel der Plätze für Besucher in der Kirche zur Verfügung. Zuvor hatte die Siegerehrung stattgefunden.

Das Ensemble Mozaïque war von der Händel-Gesellschaft Göttingen sowie beim Publikumspreis der Mitglieder unter Videoeinsendungen aus ganz Europa als Sieger ausgewählt worden. Der Preis des Wettbewerbs „göttingen händel competition“ ist mit 5000 Euro ausgestattet. Vorstandsmitglied Sigrid Jacobi sowie geschäftsführender Intendant Jochen Schäfsmeier betonten bei der Preisübergabe, wie wichtig es der Händel-Gesellschaft ist, über Göttingen hinaus in Niedersachsen präsent zu sein. Sie will nach der langen Phase, in der der Konzertbetrieb wegen der Pandemie darniederlag, mit den Händel-Festspielen wieder Mut machen.

Zur Zukunft der seit 1920 bestehenden Gesellschaft ist es umso wichtiger, die jüngere Generation zu gewinnen. Zum Gelingen des Abends trug die Kooperation mit dem Mündener Kulturring bei.

Händels eher selten gespielte Oper Flavio Re de’ Langobardi, 1723 komponiert und damals nur zweimal aufgeführt, stand im Mittelpunkt des Abends. Mit ausgewogenem Klang und Zusammenspiel des Ensembles, herrlichem Sopran und ausdrucksvoll, kräftigem Bassbariton wird die dramatische Geschichte rund um Emilia, deren Vater Lotario sowie ihrem Verlobten Guido ausdrucksvoll erzählt.

In kurzen, szenischen Momenten wird dabei die dramatische Entwicklung der Charaktere bis hin zum Mord an Lotario durch Guido thematisiert. Dabei brillierten die Sopranistin Maria Ladurner sowie Bassbariton Alexandre Baldo in einer Doppelrolle als Solisten oder im Duett. Ihre Stimmen entfalteten sich im großen Kirchenraum hervorragend.

Die Gesangspartien in italienischer Sprache ergänzten in Deutsch vorgetragene Textpassagen. Je zwei Arien der heute unbekannten Barockkomponisten Nicola A. Porpora und Antonia Caldara, ergänzten das Programm, in dem selten aufgeführte Werke im Mittelpunkt standen. Eine moderne mit den historischen Instrumenten und speziell dem Ensemble gewidmete Komposition Simone Fontanellis erklang zum Abschluss, der durch ein Duett bei der Zugabe ergänzt wurde. (Von Harald Schmidt)

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