Verhandlungen mit Interessenten

Entwicklern fehlt Geld: Adaptronics International (AI) beantragte Insolvenz

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Die Zukunft steht auf dem Spiel: Adaptronics International (AI).

Hann. Münden. Sie sind vor vier Jahren angetreten, um mit ihren Erfindungen in der modernen Welt Fuß zu fassen: die Adaptronics International GmbH (AI). Nun musste das Unternehmen mit Sitz in den früheren Räumen des Sozialamtes am Welfenschloss das Insolvenzverfahren beantragen.

Das bestätigte auf HNA-Anfrage der Geschäftsführer Harald Breitbach. Zahlungsunfähigkeit hat die Tüftler zu diesem Schritt gezwungen. Adaptronics, mit sieben Mitarbeitern tätig, befasst sich mit Systemen, die Vibrationen und Lärm, beispielsweise von Flugzeuganttrieben dämpfen, damit für Sicherheit umd Komfort sorgen. Die Produkte seien überzeugend, sagt Harald Breitbach, aber Adaptronics International „haben interne Mittel“ gefehlt, sprich Geld.

Marktreife 

Und das sei besonders nötig, um die Marktreife für die Produkte zu erlangen. Grandiose Ideen sind das eine, sie auf den Markt zu bringen und damit Geschäfte zu machen, das andere.

Eine Entwicklung ist beispielsweise eine Triebwerksgondel für Flugzeuge, die Vibrationen an Flugzeugen wegnehmen soll. Dieser so genannte Demonstrator, ein Vorführobjekt, steht in den Firmenräumen und sei zusammen mit dem Europäischen Zentrum für Adaptive Systeme (ECAS) entwickelt worden. ECAS, einst von Göttingen nach Münden umgezogen, existiert allerdings nicht mehr.

Harald Breitbach hat die Hoffnung nicht verloren, dass es noch eine Zukunft gibt für die Adaptronic-Experten in Münden. Mit einem Unternehmen der Haustechnik stehe man in engem Kontakt, um mit einem serienmäßigen Prototypen auf den Markt zu gehen.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Hagen von Diepenbroick in Hamburg ist guter Dinge, dass es weitergehen kann. Man stehe in Verhandlungen mit Interessenten. Es gebe, so der Rechtsanwalt, Leute, die an die Technik glauben. (awe)

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