Architekt im Boot

Entwicklung des Alten Pfarrhauses in Hann. Münden schreitet voran

 Bettina Wuth und Günther Bokemeyer vor dem Alten Pfarrhaus am Kirchplatz in Hann. Münden.
+
Bettina Wuth und Günther Bokemeyer wollen das Alte Pfarrhaus am Mündener Kirchplatz zu einem Wohn- und Geschäftshaus entwickeln. (Archivfoto)

Ein Paar aus Lippoldshausen hat das Alte Pfarrhaus in Hann. Münden gekauft. Sie haben ehrgeizige Pläne, wie das Gebäude entwickelt werden soll. Jetzt ist auch ein Architekturbüro an Bord.

Hann. Münden – Ideen für das große, alte Pfarrhaus gegenüber der St. Blasiuskirche finden und diese dann umsetzten, das ist das Ziel von Günther Bokemeyer und seine Partnerin Bettina Wuth. Die beiden haben das repräsentative Gebäude in der Altstadt Anfang des Jahres gekauft.

Hann. Münden: Altes Pfarrhaus soll entwickelt werden

Um Ideen zu sammeln, wie das historische Haus entwickelt werden könnte, haben sie ein E-Mailkonto eingerichtet. „Viele Leute haben sich mit tollen Ideen gemeldet“, berichtet Günther Bokemeyer. Diese haben von einem Fahrradladen über ein Wein-Café hin zu einem Hostel gereicht. „Ein Interessent hat auch eine Shisha-Bar vorgeschlagen, damit er nicht mehr nach Kassel fahren muss“, erzählt Bokemeyer. Für welche Idee sich die Inhaber entschieden haben, wollten sie noch nicht sagen. „Das soll erst mal ein Geheimnis bleiben“, so der Hausherr.

Wechselvolle Geschichte: Das Alte Pfarrhaus befindet sich direkt gegenüber der Sankt-Blasius-Kirche und damit zentral in der Altstadt.

Momentan steht die Frage im Raum, was mit der Immobilie erlaubt und möglich ist. Dazu arbeite man mit dem Architekturbüro Lotze zusammen. „Ich will immer viel“, sagt Bokemeyer im Gespräch und lacht. Viel müsse jetzt mit den Ämtern und auch den Nachbarn abgestimmt werden. „Die Finanzierung des Projektes steht“, sagt der gebürtige Ostfriese. „Ich möchte mich beim Bauamt bedanken, dass es unsere bisherigen Anträge so schnell bearbeitet hat“.

Viel positive Resonanz für das Projekt in Hann. Münden

Wie viel positive Resonanz das Paar erfahren habe, erzählt Bokemeyer in einer Anekdote. Beim Spaziergang in Wilhelmshausen an der Fulda seien sie mit einem Paar in Gespräch gekommen. Es sie um die Schönheit der Fachwerkbauten in Münden gegangen. „An einem Gebäude in Münden ist sogar ein Schild angebracht, dass Ideen gesucht werden“, habe die Frau gesagt. Das andere Paar habe sich begeistert von ihrem Engagement gezeigt.

Im Alten Pfarrhaus hat es gebrannt

Insgesamt umfasst das Areal mit Vorder- und Hinterhaus und Lagerräumen 600 Quadratmeter. Im Erdgeschoss hat es im Jahr 2019 gebrannt, davor war ein Café dort untergebracht. Im ersten Stockwerk ist Raum für weitere Geschäfte oder Büros. In den Stockwerken zwei, drei und vier befindet sich Wohnraum. Diesen könnte man auch baulich vom Rest trennen, berichteten Bokemeyer und Wuth bei einem ersten Treffen mit unserer Zeitung im Mai.

Wie viel der Kauf des Areals gekostet habe, wollten die beiden nicht verraten. Sie rechnen mit einer Investitionssumme von circa 600 000 Euro für das Gebäude. Das Paar lebt in Lippoldshausen, in einem in Eigenleistung sanierten Fachwerkhaus. (Jens Döll)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.