Provisorium für die Stromversorgung

Ersatzmast diese Woche?

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Arbeiten mitten im Schlamm: Der bei Bonaforth abgeknickte Strommast soll möglichst schnell durch ein Provisorium ersetzt werden. Ein neuer stabiler Turm wird danach errichtet.   

Hann. Münden. Die äußeren Bedingungen sind widrig. Permanente Niederschläge haben den Boden aufgeweicht, das erschwert die Arbeiten am umgeknickten Strommasten bei Bonaforth.

Dieser Turm war durch das Sturmtief Friederike am Donnerstag so stark beschädigt worden, dass die Stromversorgung zusammengebrochen war. Während Privatkunden nach einigen Stunden wieder Strom hatten, wartete manches Unternehmen auf den so wichtigen Saft für die betrieblichen Abläufe.

Die Versorgungsbetriebe Hann.Münden (VHM) hatten am Wochenende mitgeteilt, dass die Mündener Industriebetriebe zu 90 Prozent wieder mit Strom versorgt seien. Techniker der VHM hatten mit der Energienetz Mitte GmbH durch technische Umbaumaßnahmen im Umspannwerk an der Veckerhäger Straße sichergestellt, dass die Industriebetriebe wieder zu 90 Prozent mit Strom versorgt werden können.

Massive Probleme meldet der Mündener Automobilzulieferer Weser Metall Umformtechnik WMU. Geschäftsführer Jörg Wittling sagt, dass WMU (600 Mitarbeiter) fast 48 Stunden lang kein Strom gehabt habe. „Wir waren kurz davor, die Bänder abzustellen.“ Mit Generatoren konnte der Betrieb stabilisiert werden. Schweißzentrum und Presswerk werden noch immer über fünf Generatoren versorgt, einige Bereiche wieder mit Strom aus dem öffentlichen Netz.

Wittling macht aus seinem Ärger keinen Hehl, fühlt sich von Politik und auch Versorgern ziemlich allein gelassen. Das Unternehmen habe selbst dafür gesorgt, dass es in der Situation weitergeht. Wittling geht von einem Schaden für WMU im höheren sechsstelligen Bereich aus.

Über das Umspannwerk beliefert die Energienetz Mitte GmbH die VHM mit Strom. Der defekte Strommast des Netzbetreibers Avacon führte dazu, dass die Energienetz Mitte die Versorgung für Avacon übernehmen musste. Avacon ist derzeit dabei, einen provisorischen Strommasten bei Bonaforth zu errichten. Wenn dieser Mast steht, das soll nach Angaben von Unternehmenssprecherin Michaela Fiedler noch in dieser Woche geschehen, soll er wieder die stabile Stromversorgung sicherstellen. 30 bis 40 Personen seien mit den Arbeiten beschäftigt.

Der dünnere Strommast übernehme die volle Funktion des alten, so Fiedler. Dennoch werde ein neuer, massiver Strommast errichtet, der das Provisorium ersetzen soll. Wann dieser in Betrieb gehen kann, ließ Fiedler offen.

 

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