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Erste Hilfe am Mündener Gymnasium

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Von: Jens Döll

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Interessieren sich für Erste Hilfe: Lehrerin Silvia Engelbrecht (links) mit den Teilnehmern des Schulsanitätsdienstes.
Interessieren sich für Erste Hilfe: Lehrerin Silvia Engelbrecht (links) mit den Teilnehmern des Schulsanitätsdienstes. © Jens Döll

Am Grotefend-Gymnasiums in Hann. Münden gibt es einen Schulsanitätsdienst mit Schülern.

Hann. Münden – Um kleine Schürfwunden und andere Blessuren kümmert sich der Schulsanitätsdienst des Grotefend-Gymnasiums (GGM) in Hann. Münden. Auch begleiten sie beispielsweise Schüler, die Kopfschmerzen haben oder denen schlecht ist, in den Sanitätsraum und warten, bis die Eltern sie abholen. Die Arbeitsgruppe bietet Lehrerin Silvia Engelbrecht seit vielen Jahren an dem Gymnasium an.

In diesem Schuljahr beteiligen sich 19 Schülerinnen und Schüler von den Klassen sechs bis neun. Sie treffen sich immer montags in der achten und neunten Stunde.

„Für die Teilnehmer gibt es einen Erste-Hilfe-Kurs vom Deutschen Roten Kreuz (DRK)“, berichtet Engelbrecht.

Das Problem in diesem Jahr sei aber, dass das DRK mit der Vielzahl der Kurse nicht nachkomme. Hintergrund sei, dass während der Zeit der Corona-Einschränkungen viele Angebote verschoben werden mussten, es entstand Stau. Die Einheit für die Schüler des Sanitätsdienstes könne daher erst im Januar 2023 angeboten werden. Wenn dies geschehen ist, werden auch Dienstpläne entworfen, es „kann richtig losgehen“. Immer zwei „Schulsanis“ haben dann Dienst, sie bekommen Schlüssel und einen Melder. Mit diesem können sie dann vom Sekretariat benachrichtigt werden.

Zudem hängt der Dienstplan öffentlich einsehbar aus, sodass die Schüler wissen, wer die Ansprechpartner sind.

Auch führen sie dann Protokoll über die Einsätze. „Was, wo, wie?“ sind dabei die zentralen Punkte, berichtet die Bio- und Chemielehrerin. Im Unterricht am Montag werden verschiedene „Erste-Hilfe-Themen“ behandelt. „Neulich ging es um Asthma und Heuschnupfen. Dabei ging es auch darum, wer Erfahrung damit hat“, berichtet Schülerin Helene Ketteritzsch. Sie ist in Lutterberg in der Jugendfeuerwehr aktiv und interessierte sich aus diesem Grund für die Erste Hilfe. Auch ihre Mitschülerin Frida Helene Engelhardt hat Spaß an dem Unterricht. Toll findet sie die Rollenspiele mit Fallbeispielen, die gemacht werden. „Aus der sechsten Klasse sind viele dabei, in der Oberstufe nimmt die Teilnahme dann ab“, berichten die Schülerinnen. Vielleicht haben die Oberstufenschüler keine Lust auf Sechstklässler, vermuten die Schülerinnen. Oder es hängt damit zusammen, dass die Schüler viel mehr Nachmittagsunterricht in der Oberstufe haben, gibt Lehrerin Engelbrecht zu bedenken.

Lehrerin Silvia Engelbrecht hat den Schulsanitätskurs im Jahr 2008 ins Leben gerufen. „Das ist ewig her“, sagt sie und lacht.

Schlüsselerlebnisse seien gewesen, dass eine Freundin während ihrer Schulzeit einen epileptischen Anfall gehabt hätte. Zudem hat sie sich im Studium zur Ersthelferin ausbilden lassen. „Bei meiner Fächerkombi war das irgendwie naheliegend“, sagt sie. In diesem Schuljahr sei der Zuspruch der Schüler besonders groß, freut sich die Lehrerin. „Während Corona durften die Klassen nicht gemischt werden, sodass der Dienst ruhen musste.“

In diesem Schuljahr habe es bereits sechs Unterrichtseinheiten gegeben. „Der Sanitätsdienst hilft, dass die Schule sicherer ist“, sagt Silvia Engelbrecht. (Von Jens Döll)

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