Impfung ab 70 Jahren

Hann. Münden: Erste Impfung bei Hausärzten ab 7. April

Nicola Buhlinger-Göpfarth, Fachärztin für Allgemeinmedizin, impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus. Dabei wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt
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Besonders gefährdete Personen sollen zuerst geimpft werden (Symbolbild).

Seit Mittwoch, 7. April, können Hausärzte in Niedersachsen ihre Patienten gegen Covid-19 impfen. Auch in der Region Hann. Münden ging es los.

Wie zum Beispiel in der Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis in Scheden. Dort sind die bestellten Impfdosen am Dienstag angekommen und am Mittwoch komplett verimpft worden, berichtet der dort ansässige Dr. Achim Echtermeyer. Einen passenden Kühlschrank für den Wirkstoff habe die Praxis bereits gehabt.

Die Impfungen seien „schnell und unbürokratisch“ verlaufen, in der Praxis und bei Hausbesuchen. „Was die Impfzentren abfragen, wissen wir ja“, sagt Echtermeyer, der auch KVN-Sprecher der Kreisstelle Hann. Münden ist. Das Personal in der Gemeinschaftspraxis sei bereits mit Astrazeneca geimpft worden.

Impfung beim Hausarzt nach Einladung

In den ersten Wochen der Hausarzt-Impfungen steht für die Praxen nur wenig Impfstoff zur Verfügung, etwa 20 Dosen von Biontech/Pfizer pro Woche pro Arzt, wie das Land Niedersachsen berichtet. Deshalb sollen besonders gefährdete Personen zuerst geimpft werden. Das sind derzeit laut der bundesweiten Priorisierung Menschen ab 70 Jahren. Patienten werden darum gebeten, ihre Hausärzte nicht zu kontaktieren, sondern auf die Einladung der Praxis zu warten. Die Wahl eines Impfstoffes sei derzeit noch nicht möglich.

Der Impfstoff wurde am Dienstag „wie vorgesehen ausgeliefert“, sagt Dr. Uwe Köster, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen. Wie viele Personen in den ersten Tagen eine Impfung erhalten haben, könne erst Ende der Woche bekannt gegeben werden, weil die Praxen die verimpften Dosen zum Ende eines jeden Tages an die KVN und diese an das Robert-Koch-Institut melden.

Zahl der Impfdosen soll bis Ende April steigen

Wie viele Impfdosen Ärzte in Niedersachsen bestellt haben, sei auch noch nicht bekannt. Das Bundesministerium für Gesundheit habe für Niedersachsen diese Woche 90 000 Dosen, kommende Woche 97 000 Dosen und in der letzten Aprilwoche 300 000 Dosen vorgesehen. „Manche Praxen haben mehr als 20 Dosen bekommen, es gibt auch welche, die leer ausgegangen sind. Das ist regional unterschiedlich“, so Köster.

„Wir hoffen, dass nächste Woche mehr Impfstoff kommt“, sagt Echtermeyer. Damit sollten beispielsweise Menschen mit Behinderung geimpft werden, die ihr zu Hause nur schlecht verlassen können. „Die Leute sind sehr dankbar.“ Einige hätten bereits einen Termin im Impfzentrum gehabt und seien auf Einladung zum Hausarzt gewechselt, um die Fahrt nach Göttingen zu umgehen.

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