"Probleme haben mich überrascht"

Erste Kreisrätin verärgert über ausstehende Gehälter für Notärzte

Zeigte sich über die Probleme bei der Vergütung der Notärzte überrascht: Christel Wemheuer (Grüne), Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen. Foto: nh

Hann. Münden. „Die Probleme bei der Vergütung der Notärzte in Hann. Münden haben auch mich überrascht." 

Das erklärt die Erste Kreisrätin des Landkreies Göttingen, Christel Wemheuer (Grüne), und bezieht sich auf die Berichterstattung in der HNA, dass einige Notärzte noch auf ausstehende Gehälter warten.

„Der Landkreis Göttingen ist Träger des Rettungsdienstes und deshalb habe ich mich unmittelbar nach Bekanntwerden der Planinsolvenz der AWO GSD an die Geschäftsführung gewandt“, teilte Wemheuer am Mittwoch mit. Die Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste gGmbH, derzeit in Planinsolvenz in Eigenverwaltung, ist Trägerin der beiden Mündener Krankenhäuser. Der Landkreis zahlt jährlich für den Rettungsdienst im Altkreis Münden 280.000 Euro an die AWO. Die AWO GSD stellt im Auftrag des Landkreises die Notfallversorgung im Bereich Hann. Münden sicher. Dies werde uneingeschränkt fortgeführt, sei Wemheuer auf ihre schriftliche Anfrage hin am Montagmittag, 4. Mai, schriftlich per E-Mail noch ausdrücklich versichert worden.

Wemheuer: „Umso mehr bin ich erstaunt und auch verärgert über die jetzige Entwicklung. Ich sage ausdrücklich: Der Landkreis nimmt seine Verantwortung für den Rettungsdienst wahr.“ Die Notfallversorgung sei gesichert und der Landkreis werde dafür Sorge tragen, „dass dies auch weiterhin der Fall sein wird“.

In den kommenden Tagen soll im Kreishaus zu diesem Problemfeld ein Gespräch stattfinden. „Dann werden nicht nur die Experten des Landkreises und die Geschäftsführung der Mündener Krankenhäuser samt Insolvenzverwalter am Tisch sitzen. Angesichts des offensichtlichen Vertrauensverlustes des Krankenhausträgers bei den Mündener Notärzten holen wir ihre Vertreter mit dazu“, so Wemheuer.

Die notärztliche Versorgung hat übrigens mit der nächtlichen Hausarztversorgung nicht zu tun. Diese wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bezahlt, während der Landkreis für die Notarztdienste aufkommt. Dazu besteht ein Vertrag mit der AWO.

Lesen Sie dazu auch:

- Kommentar zu Problemen bei der Bezahlung der Notärzte: "Fakten auf den Tisch"

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.