Fahrrad-Demo und Aussteller

Erster Christopher Street Day: Hann. Münden zeigt Solidarität

Christopher Street Day: Mitorganisatorin Sara Drubel begrüßte die Gäste
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Infostände auf dem Kirchplatz Hann. Münden zum Christopher Street Day: Mitorganisatorin Sara Drubel begrüßte die Gäste aus Hann. Münden und außerhalb.

Zum ersten Christopher Street Days haben Vereine am Samstag (19.06.2021) nach Hann. Münden eingeladen. Die Teilnehmer fuhren bei einer Fahrrad-Demo durch die Stadt.

Zu diesem Tag hatte sich die Stadt bunt mit Girlanden, Fahnen, Tücher, Schirmen und Mundschutz in Regenbogenfarben präsentiert, es wurden Blumen verteilt. „Wir möchten mit dem Tag Solidarität zeigen, Toleranz und Offenheit bieten sowie den Austausch und Kontakte fördern“, sagte Sara Drubel von Fridays for Future. Zusammen mit anderen Gruppen und Vereinen wie Rock for Tolerance, Stadtbücherei, Kinder- und Jugendbüro der Stadt Münden, Stadtjugendring und Red Stars gehört Fridays for Future zum Organisationsteam.

Ungefähr drei Monate Planungszeit habe man benötigt, um diesen Tag zu gestalten. Mit Informationsständen oder Aktionen wie beispielsweise Malaktionen auf dem Kirchplatz und der Langen Straße unterstützten Vereine, Parteien, Aktivisten und Einzelpersonen den Tag.

Ida Steinbrück und Tim Siegmann aus Kassel gehörten zu den auswärtigen Gästen beim Christopher Street Day in Hann. Münden

„Wir sind sehr stolz auf unsere Stadt, dass so eine Veranstaltung in einer Kleinstadt überhaupt angeboten wird“, sagten die Besucherinnen Nadine Peinemann und Tyra Gerlach. „Dabei sei es wichtig über die Themen der LGBTQ+ Community aufzuklären und diese zu normalisieren.“ Um Solidarität zu zeigen, malten sie mit Straßenkreide bunte Herzen auf den Kirchplatz.

Fahrraddemo für LGBTQ+Community

Nicht nur Menschen aus Münden zählten zu den Gästen, auch Besucher aus Kassel, Göttingen, Witzenhausen und dem Eichsfeld. Wie Ida Steinbrück und Tim Siegmann aus Kassel. Sie wollten Solidarität zeigen und plädierten dafür, sich selbst zeigen zu können und nicht verstecken zu müssen. Julia Wonder aus Kassel war im schrillen Outfit gekommen und die Begeisterung über den Tag in Münden war sichtbar: „Hier kann jeder so sein, wie er möchte. Und die Kreativität, die in jedem steckt, kann ausgelebt werden.“

Auftakt des Christopher Street Days war eine Raddemonstration für die Sichtbarmachung von Lesben-, Schwulen-, Trans- und Querrechten. Die Teilnehmer starteten in der Innenstadt, fuhren über die Weserbrücke zur neuen Werrabrücke und bis zum Kirchplatz.

Vereine und Parteien solidarisieren sich in Hann. Münden

Für musikalische Klänge sorgten die Red Stars. „Wir gehören zu Münden und freuen uns nach acht Monaten Coronapause wieder öffentlich auftreten zu können“, freute sich Corpsdirektor Andreas Rohmeier.“ „Mit unserem Auftritt möchten wir Solidarität und Toleranz zeigen.“

„Als wir angesprochen wurden, uns an dem Tag zu beteiligen haben wir sofort zugestimmt, denn wir stehen für Toleranz“, berichtete Martina Görtler, Geschäftsführerin beim Stadtjugendring. Sie sei beeindruckt gewesen, dass die Initiative von jungen Menschen ausgegangen sei. So habe der Stadtjugendring die Aktion auch mit Fördergeldern unterstützt.

„Toleranz steht auf unseren Fahnen, da war es selbstverständlich, dass wir den Christopher Street Day in Münden unterstützen“, sagte Marco Hepe vom Verein Rock for Tolerance.

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