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„Es passt gut zusammen“: Drei Künstlerinnen stellen ihre Werke im Künstlerhaus Münden aus

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Von: Harald Schmidt

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Den auf der Spitze stehenden Zapfen aus belgischem Granit betrachteten bei der Eröffnung Künstlerin Hella Meyer-Alber, Lore Puntigam, Daniela Renneberg sowie Bärbel Johannes. Im Hintergrund ist Malerei von Natálie Prindull zu sehen.
Den auf der Spitze stehenden Zapfen aus belgischem Granit betrachteten bei der Eröffnung Künstlerin Hella Meyer-Alber, Lore Puntigam, Daniela Renneberg sowie Bärbel Johannes. Im Hintergrund ist Malerei von Natálie Prindull zu sehen. © Harald Schmidt

Werke zum Kriegsgeschehen in der Ukraine, Kreislauf des Werdens und Vergehens sowie Einblicke in biologische Ursprungsformen stellen drei Künstlerinnen gemeinsam im Kunsthaus Hann. Münden aus.

Hann. Münden – Die aktuelle Ausstellung dreier Künstlerinnen im Kunsthaus an der Speckstraße zeichnet sich aus durch den aktuellen Bezug zum Schrecken des Kriegsgeschehens in der Ukraine, der Kreislauf des Werdens und Vergehens sowie Einblicke in biologische Ursprungsformen. Während der Eröffnung führte die Vorsitzende des Kunstnetzwerks Lore Puntigam durch die Ausstellung.

In der Auswahl der ausgestellten Bilder hat die Goslarerin Natálie Prindull bewußt Motive gewählt, die, schwungvoll mit dem Pinsel gemalt und mit hintereinander gelagerten Ebenen, Assoziationen an geborstenem Metall und zerstörten Gebäuden weckt. Die Farbauswahl, schwarz, grau und blau der Ölbilder betont diesen Eindruck.

Ihre Zeichnungen sind inhaltlich dazu passend gewählt. Eine kleinformatige Aquarellreihe, bei der sie mit Quadraten gestaltet, vermittelt in ihrer Farbigkeit einen unbeschwerten Eindruck. Ihre in Prag lebende Tochter Martina Singerová hat sich aus der Naturbeobachtung wie dem Sonnenauf- und -untergang heraus dem Werden und Vergehen und dem Kreislauf der Natur gewidmet. Sie stellt ihre zeichnerischen Entwürfe den Designobjekten gegenüber.

Die vorwiegend als Kreis geformten kleinformatigen Scheiben, in Terrazzo-Technik hergestellt, beinhalten farbige Einschlüsse, unter anderem auch aus Bernstein.

Leidenschaft gemeinsame Themen, die bewegen, durch abstrakte Kunst ausdrücken

Die plastischen Arbeiten von Hella Meyer-Alber (Göttingen) korrespondieren hervorragend zu der ausgestellten Malerei. Ihre Objekte sind inspiriert von Naturformen wie dem Herz, einem Augennerv, einer Muschel oder einfach Blasen (Bubbles). Titel wie Doppelkammer, Inside-Outside, Zyklon, Schwerelos, Ausgelaufen oder Zapfen verdeutlichen die Wirkung.

Sie spielt mit der Oberfläche und dem Inneren eines Objektes. Aus Pflaumen-, Kirsch- oder Eibenholz sowie dem granitähnlichen Steatit hat sie die Skulpturen, die von kleinen bis größeren Objekten variieren, herausgearbeitet.

Alle drei Künstlerinnen verbindet in ihrem „Mindset“ die Leidenschaft gemeinsame Themen, die sie bewegen, durch abstrakte Kunst auszudrücken. „Jeder arbeitet in seiner Arbeitsweise, aber es passt gut zusammen“, sagte Künstlerin Hella Meyer-Alber.

Infos:

Die Ausstellung im Kunsthaus in der Speckstraße 7 ist für Interessierte vom Freitag, den 24. bis Sonntag, den 26. Juni jeweils von 11 von 17 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

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