Förderung vom Bund

800.000 Euro für das Fachwerk-Fünfeck

Hann.Münden. Die fünf Fachwerkstädte Hann. Münden, Einbeck, Duderstadt, Northeim und Osterode werden für Fachwerkkonzept vom Bund gefördert.

800.000 Euro erhält das „Fachwerk-Fünfeck“ in Südniedersachsen aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Das teilten die Northeimer Bundestagsabgeordneten Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) und Dr. Roy Kühne (CDU) mit. Das Fünfeck bilden die Städte Osterode, Northeim, Duderstadt, Einbeck und Hann. Münden. Die Abgeordneten werten das als großen Erfolg bei der Vielzahl der Anträge: 270 waren eingereicht, 21 als „Premium-Projekte“ ausgewählt worden.

Die Jury, bestehend aus Bundestagsabgeordneten und Experten, gefiel die Idee der Südniedersachsen, das Kulturgut Fachwerk erhalten und die Zusammenarbeit in den Bereichen Tourismus, Umwelt, Soziales und Kultur vorantreiben zu wollen. Osterodes Erster Stadtrat Thomas Christiansen, der für die fünf Städte die Bewerbung auf den Weg gebracht hatte, erklärte, in der Region gebe es die größte Dichte an Fachwerkhäusern in Niedersachsen. Die fünf Städte seien betroffen von Problemen wie Leerstand und fehlende Wärmedämmung, hätten andererseits aber „den gleichen Schatz, den es zu heben gilt“. Christiansen nennt das Beispiel Tourismus, wo man ein Paket anbieten könnte, etwa Radeln entlang der Weser in Hann. Münden und Wandern im Harz.

Jetzt gehe es darum, sich kurzfristig zusammenzusetzen, um den eigentlichen Förderantrag an das Bundesbauministerium zu stellen, erläutert der Stadtbaurat. „Wir wollen mit den 800.000 Euro Vorarbeit leisten“, so Christiansen, etwa eine Machbarkeitsstudie finanzieren, um Anreize zu schaffen für Investoren, beispielsweise leerstehende Fachwerkhäuser zu modernisieren und wieder mit Leben zu füllen. Der PS-Speicher in Einbeck mit dem einzigartigen Automuseum sei ein Beispiel.

Nicole Prediger, Bereichsleiterin Stadtentwicklung der Stadt Hann. Münden, freut sich über die Fördermittel. Gemeinsam mit den Partnern werde man sich jetzt an die Umsetzung machen. (kri)

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