Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Münden wählt Kirchenvorstände 

+
Werben um Kirchenvorstandskandidaten: Susanne Rieke-Scharrer, Öffentlichkeitsbeauftragte, und Superintendent Thomas Henning mit Plakaten zur Kirchenvorstandswahl 2018.

Altkreis Münden. Vorschlagen und wählen darf man schon ab 14, selbst kandidieren, sobald man volljährig ist: Die evangelischen Kirchen wählen ihre Kirchenvorstände neu. Die Wahl findet am 11. März statt.

Wahlvorschläge können noch bis zum 22. Januar eingereicht werden, informiert Superintendent Thomas Henning. Und genau darum werben er und die  Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Münden, Susanne Rieke-Scharrer: In allen Kirchengemeinden würden noch Kandidaten gesucht. 

Die Gemeinden müssten eineinhalb mal so viele Namen auf die Stimmzettel bringen, wie nachher tatsächlich gewählt werden können. Nur so sei eine echte Wahl, die zudem auch Neuen die Chance gebe, in das Gremium einzuziehen, möglich, beschreibt es Henning. Der Kirchenvorstand leite gemeinsam mit dem Pfarramt die Kirchengemeinde. Mitbestimmung sei das Prinzip der Evangelischen Kirche. Und dies funktioniere über die Kirchenvorstände. Der Kirchenvorstand ist Arbeitgeber, entscheidet über den Einsatz der finanziellen Mittel, ist zuständig für Gebäude und Grundstücke. Das Kirchenkreisamt unterstützt den Kirchenvorstand mit Buchführung und Verwaltungsarbeit. Der Kirchenvorstand bestimme aber auch, wohin die Reise inhaltlich gehen soll. Wie sollen Gottesdienste gestaltet werden und wie die Konfirmandenarbeit?, nennen Henning und Rieke-Scharrer Beispiele. Daher sei es auch so wichtig, eine gute Mischung im Kirchenvorstand zu haben, sagt Helga Hillebrecht, jetzige Vorsitzende des Gremiums: Frauen und Männer, alte und junge Menschen, Vertreter verschiedener Berufsgruppen. Um auch möglichst viele Wähler zu mobilisieren, nehme die Kirchengemeinde Scheden-Dankelshausen mit Mielenhausen an einem Pilotprojekt teil. Dort werde komplett per Briefwahl abgestimmt. In den anderen Gemeinden wird es außer der Briefwahl-Möglichkeit auch Wahllokale zur persönlichen Stimmabgabe geben.

 Viele der jetzt amtierenden Kirchenvorstände seien bereit, wieder zur Wahl anzutreten, berichten Susanne Rieke-Scharrer und Superintendent Thomas Henning aus dem Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Münden.

Wenn Vorstandsmitglieder zwei oder drei Amtsperioden hintereinander leisteten, sagt Hennig, zeige ihm das, „dass das ein Amt ist, in das man nicht nur hineinpowert, sondern wo man auch etwas zurückbekommt.“ Manche Projekte, wie zum Beispiel die Sanierung des Corvinushauses, bräuchten auch einfach Zeit, so Rieke-Scharrer. Viele derer, die die Sanierung mitgeplant haben, würden das Projekt auch gern eine weitere Amtsperiode lang begleiten, um zu sehen, was daraus wird. Selbst Verantwortung für den eigenen Glauben übernehmen und mitbestimmen, lautet ein Prinzip der Evangelisch-lutherischen Kirche. Die Kirchenvorstände setzen das im Auftrag der Mitglieder um. Mit Plakaten und einer Informationsbroschüre machen die Kirchengemeinden derzeit auf die Kirchenvorstandswahl aufmerksam. Weitere Infos gibt es auch im Internet auf www.kirche-mit-mir.de sowie auf www.gemeinde-leiten.de  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.