Phänomen auf der Werra beunruhigt Passanten

Experten vermuten natürliche Ursache für Schaumteppich 

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Die aktuelle Schaumbildung auf der Werra rührt laut biologischen Analysen von Blütenstaub her.

Auf der Werra schwimmt seit einiger Zeit ein grünlich schimmernder Schaumteppich, der viele Passanten neugierig macht und auch beunruhigt.

Laut dem Hessischen Bereitschaftspolizeipräsidium ist die verstärkte Schaumbildung insbesondere im Uferbereich, an Fähren, Brücken und Wehranlagen zu beobachten. Die einzelnen Gewässerabschnitte seien davon unterschiedlich stark betroffen.

Vortests und eine mikroskopische Betrachtung von Proben durch das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie weisen laut Bereitschaftspolizei nach derzeitigem Kenntnisstand auf eine biologische Ursache hin. In Betracht kämen beispielsweise Pollen, also Blütenstaub.

Aufgrund des weiterhin warmen Wetters werde die Schaumbildung auch in den kommenden Tagen noch sichtbar sein. Hinweise auf eine unbefugte Einleitung schädlicher Stoffe oder andere menschliche Einflüsse lägen bisher nicht vor, so die Hessische Bereitschaftspolizei.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Hann. Münden berichtete, es könne noch nicht genau geklärt werden, warum die Veränderung plötzlich aufgetreten sei. Das Amt bestätigte seinerseits, dass das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Proben genommen habe und mit im Wasser schwimmenden Pollen rechne.

Das WSA geht daher von einem Naturphänomen aus. Die Anlagen des WSA, wie beispielsweise Wehre, würden durch den Schaum auf dem Fluss nicht beeinflusst, erklärte Yasmin Yazdi vom WSA. Deswegen werde aktuell auch nichts weiter unternommen, um den Schaum zu entfernen.

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