Ermittlungen dauern an

Explosionen bei Haendler & Natermann: "Wir haben Glück gehabt"

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Trümmer: Auch das Technisches Hilfswerk Münden war auf dem Werksgelände von Haendler & und Natermann im Einsatz.

Hann. Münden. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes auf dem Gelände der Firma Haendler & Natermann in Hann. Münden dauern an. Brandstiftung sei auszuschließen, sagte die Polizei.

Polizeisprecher Joachim Lüther hatte diese Ursache bereits am Montag, dem Tag des Feuers, ausgeschlossen.

Wann das Ergebnis zur Brandursache vorliegt, kann der Oberkommissar noch nicht sagen.

Neben den rund 100 Feuerwehrleuten aus Münden, Gimte, Bonaforth, Wiershausen, Oberode und Hemeln sowie der Werksfeuerwehr war auch das Technische Hilfswerk (THW) aus Hann.Münden mit 20 Kräften an dem Einsatz beteiligt. Unter anderem musste das THW das Schleppdach abstützen und vier Balken der Halle. „Durch die Explosion waren sie durch die Druckwelle weggesprengt worden“, erklärt THW-Sprecher Hans-Jürgen Kriegs: „Die Werksfeuerwehr Natermann schaltete den Bereich elektrisch frei, sodass für die Helfer ein gefahrfreies Arbeiten möglich ist. Diese Maßnahme war notwendig, da viele Elektro-Leitungen durch den teilweisen Zusammensturz gebrochen, oder zerstört in den Trümmer lagen.“

Wie berichtet, war es Montagmorgen durch ein Feuer im Bereich einer Farbmischanlage zu zwei Explosionen gekommen. Ein Werksfeuerwehrmann des Etikettenherstellers Haendler & Natermann war leicht verletzt worden. THW-Sprecher Kriegs: „Gegen 20.30 Uhr waren alle Abstützmaßnahmen erfolgreich abgearbeitet. Der Baustatiker nahm unsere Konstruktionen ab.“

Brand bei der Firma Haendler & Natermann: Der Tag danach

Für die Feuerwehren war der Einsatz gegen 7 Uhr beendet. Stadtbrandmeister Dieter Röthig sagte am Dienstag: „Wir haben Glück gehabt.“ Kaum auzumalen, was passiert wäre, wenn die Explosionen später gewesen wären, beim Löscheinsatz Dutzender Einsatzkräfte.

Gegen 3.20 Uhr war das Feuer entdeckt worden, fünf Minuten später gab es die erste Detonation, gegen 3.50 Uhr die zweite.

Brand im Farblager von Haendler & Natermann

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