Fachwerk-Fünfeck marschiert voraus auf dem Weg zum Weltkulturerbe

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Fachwerk im Blick: Mündens Denkmalpfleger Burkhard Klapp (mit Plan in der Hand) zeigt Vertretern, die sich mit dem Projekt Fachwerk-Fünfeck befassen, die Mündener Altstadt.

Hann.Münden. Es gibt eine Vision, die heißt: „Wir machen uns auf den Weg zum Weltkulturerbe." Das betonte Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener am Mittwoch beim Rundgang der Vertreter des Fachwerk-Fünfecks.

Bekanntlich wollen die südniedersächsischen Städte Hann.Münden, Einbeck, Northeim, Duderstadt und Osterode gemeinsam den Charme und die Vorzüge des Fachwerks hervorheben. Einbecks Bauamtsleiter Gerald Strohmeier sagte, die fünf Städte wollen anderen Fachwerkstätten ein Beispiel sein, „sonst verlieren wir die Fachwerkkultur“.

Dass es ein langer Marsch sein wird, um vielleicht einmal den Welterbetitel zu erhalten, wissen alle Beteiligten. Daher könnte das Motto des Fünfecks lauten: Wir müssen etwas probieren. Wer nichts macht, geht am Ende ganz leer aus.

Bastian Wahler vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hörte genau hin, etwa, als Bernd Demandt, der Macher des Mündener Festivals Denkmal!Kunst - Kunst-Denkmal, von der Eigendynamik des bürgerschaftlichen Engagements sprach. „Ich würde das Denkmal-Kunst-Festival“ gern allen fünf Städten anbieten, sagt Demandt im sanierten Fachwerkhaus Speckstraße 7 nahe der Werra. Gerade dieses Objekt zeige, was Menschen bewirken können.

Im Projekt „9 mal 24“ wurde die Sanierung des Hauses während des Denkmal-Kunst-Festivals 2013 an allen neun Festivaltagen, rund um die Uhr mit Ehrenamtlichen, auf den Weg gebracht. Danach gingen die Arbeiten weiter. Bauherrin ist die Bürgergenosenschaft Mündener Altstadt, die neuen Räumlichkeiten werden vermietet.

Auch der Aufsichtsratschef der Genossenschaft, Friedhelm Meyer, zeigt sich beeindruckt von der Resonanz und dem Einsatzwillen. Weitere Sanierungen dieser Art, so Meyers Wunsch, könnten folgen. Für Bernd Demandt ein Paradebeispiel, wie man die fünf Städte auf bürgerlichem Niveu, jenseit der Verwaltungsebene, zusammenführen könne. (awe)

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