Fahrstunden

Fahrschulen im Raum Hann. Münden ärgern sich nach Urteil über schlechte Planbarkeit bei Fahrstunden

Fahrerlehrer Sven Müller steht in der Burgstraße in hann. Münden vor einem Auto seiner Flotte. Er betreibt die fahrschule Sven Müller in Hann. Münden und Dransfeld
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Ist skeptisch: Sven Müller, der Fahrschulen in Hann. Münden und Dransfeld betreibt.

Erst verboten, dann doch erlaubt: Fahrstunden. Die schlechte Planbarkeit ärgert die Fahrstunden in der Region. Sie befürchten dass sich nach dem Minstergespräch am 10.02.2021 wieder Änderungen kommen.

Altkreis Münden – Erleichterung bei den Fahrschulen in der Region. Hieß es Ende Januar noch vonseiten des Landes Niedersachsen, Fahrstunden von Fahrschulen dürften laut den geltenden Coronaregeln nicht mehr angeboten werden, so wurde dieses Verbot vergangene Woche bereits wieder aufgehoben. Grund dafür war das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in Lüneburg, eine Fahrschule in Gifhorn hatte geklagt.

Gericht in Lüneburg sprach Urteil

Bei Sven Müller, der eine Fahrschule in Münden und Dransfeld betreibt, hält sich die Freude aber in Grenzen: „Ich bin noch skeptisch, ob es so bleibt“, sagt er. Er habe von dem Urteil am Mittwochnachmittag erfahren und schnell mit einem Fahrschüler, der Donnerstag Prüfung gehabt hatte, eine Fahrstunde absolviert. „Ich arbeite momentan so viel ab wie möglich, damit die Schüler ihre Prüfungen machen können.“ Seine Befürchtung: dass bei dem Bund-Länder-Gespräch am 10. Februar wieder ein erneutes Verbot für den praktischen Unterricht auf die Fahrschulen zukommt. „Heute zu, morgen auf?“, fragt Müller und wünscht sich von den Verantwortlichen bessere Planbarkeit. Das Gute an dem Urteil sei auch, fügt er hinzu, dass die Fahrlehrer gezeigt hätten, „wir lassen uns nicht alles gefallen“.

Fahrschulen im Raum Hann. Münden: mangelnde Planbarkeit

Gundolf Kretschmann hat die Hauptstelle seiner Schule in Münden, bildet aber auch in Dransfeld und in Reinhardshagen aus: „Es ist schwer, das Ganze nachzuvollziehen“, berichtet er. Er müsse alles, was er heruntergefahren habe, wieder hochfahren. Das heißt: Prüfungen und Termine wieder vereinbaren. „Ich muss alles neu terminieren“. Zudem ist er skeptisch, ob die Regelungen so bleiben. „Ich warte auf die kommenden Tage“, sagt er.

Fahrschüler müssen neue Termine ausmachen

Auch bei Gero Pfersdorf, Inhaber der Fahrschule Ponier in Münden und Landwehrhagen, setzt bisher keine Erleichterung ein. Wie seine Kollegen muss er jetzt komplett neu planen. „Also was ich gecancelt habe, muss ich rückgängig machen“, sagt er. Auch der Tüv, der die Fahrprüfungen abnimmt, muss natürlich alles ändern: „Es werden sich die Prüfungen um drei Wochen herauszögen“, sagt Fahrerlehrer Pfersdorf. (Jens Döll)

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