Hann. Münden

Familienbetrieb: Franziska Fethke war schon mit 10 Jahren auf dem Mündener Markt dabei

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Trifft vermehrt auf jüngere Kunden, die unverpackt einkaufen: Franziska Fethke vom Gartenbaubetrieb Fethke, der mittwochs und samstags in Münden verkauft. 

Franziska Fethke verkauft auf dem Mündener Wochenmarkt Gemüse. Die 30-Jährige ist seit 20 Jahren Teil des Wochenmarktes. Ihr fällt verändertes Kaufverhalten auf.

Franziska Fethke ist Teil des Mündener Wochenmarktes, seitdem sie etwa zehn Jahre alt war. Für die heute 30-Jährige aus Seulingen sei schon immer klar gewesen, dass sie in den landwirtschaftlichen Familienbetrieb einsteigt, sagt sie.

Mutter, Vater, Bruder, alle sind Teil des 1975 gegründeten Geschäfts und regelmäßig vor dem Rathaus anzutreffen.

Ihre Ausbildung zur Gärtnerin im Zierpflanzenbau habe Fethke beim Pflanzenzuchtbetrieb Benary in Gimte gemacht und während dieser Zeit auch in dem Mündener Ortsteil gewohnt. Hann. Münden ist für sie also kein unbekannter Ort. Ganz im Gegenteil: Am Marktbetrieb schätze sie besonders, viele Kunden mit Namen zu kennen – oder wenn die Kunden sie mit Namen kennen. 

Fethke lernt Kinder und Enkel altbekannter Käufer als Neukunden kennen

Durch ihre Kindheit auf dem Mündener Wochenmarkt sei es keine Seltenheit, dass sie auch Kinder und Enkel altbekannter Käufer als Neukunden kennenlerne.

Seulingen bei Duderstadt liege eine gute Stunde Fahrt von Hann. Münden entfernt. Bevor Fethke Gemüse, Obst und Eier mit Blick zum Rathauseingang aufbauen kann, müsse sie bereits gegen vier Uhr aufstehen. Dann werde die Ware aus der Kühlung geholt, das Auto beladen und um fünf Uhr gehe es los. In Münden angekommen, werde der Stand aufgebaut, um acht Uhr öffnet der Markt.

Als erfahrene Verkäuferin konnte Franziska Fethke in den vergangenen Jahren einen Wandel im Kaufverhalten beobachten, sagt sie. „Es kommen viele junge Leute, die kaufen gerne unverpackt, bringen ihre eigenen Dosen mit.“

Fethke hält Jutebeutel und Gemüsenetze für Kunden immer bereit 

Auf die Nachfrage ist Familie Fethke vorbereitet und bietet Jutebeutel und Gemüsenetze für Kunden, die keine eigenen Tüten mitgebracht haben. Um 13 Uhr schließt der Markt auf dem Rathausplatz. Dann packen Fethke und ihre Mitarbeiterin ein.

Gegen 15 Uhr kämen sie wieder in Seulingen an. Dann heißt es: Auto für den Folgetag beladen, Buchhaltung erledigen und natürlich Hühner füttern. Die leben übrigens in einem Stall, dessen Tür sich per Zeitschaltuhr täglich ins Freie öffnet, erzählt Fethke. 

Die Hühner bekämen Abfälle des Betriebs und Getreide aus Eigenanbau gefüttert. Der Hühnermist landete wieder als Dünger auf dem Feld – „Das ist ein geschlossener Kreislauf.“

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