Städtisches Museum

Ferienaktion in Münden: Steinzeitmensch für einen Tag

+
Neugierig: Sandra Kästner ließ die Kinder erraten, welche Steinzeitlebensmittel sich in ihrem Beutel befanden. Es gab Blätter, Äpfel, Nüsse und Pilze zu entdecken.

Was unterscheidet den Menschen vom Affen und wie hat der Homosapiens sich von der Alt- zur Jungsteinzeit weiterentwickelt? Die Antworten darauf gab es jüngst im Städtischen Museum.

Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen bekamen die Teilnehmer der Ferienaktion „Leben in der Jungsteinzeit“ im Städtischen Museum Hann. Münden. 

Zehn Kinder zwischen sechs und zehn Jahren waren zu dem vom Landschaftsverband Südniedersachsen geförderten und vom städtischen Museum organisierten Angebot gekommen, das auch Teil des Sommerferienprogramms vom Kinder- und Jugendbüro ist. 

Museumspädagogin Sandra Kästner nahm sie mit in die Zeit der Höhlenbewohner mit ihren ersten Werkzeugen, der Fähigkeit Feuer zu machen und in die Anfänge des Getreideanbaus.

Wie wurden Jäger und Sammler sesshaft?

Die Kinder erlebten wie Jäger und Sammler sesshaft wurden und erfuhren von Sandra Kästner und ihrer Assistentin und Tochter, der 15-jährigen Joana, die ihr mit tatkräftiger Hilfe zur Seite stand, was die Menschen früher aßen, wie sie lebten und überlebten und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatten.

Einige der Kinder brachten bereits fundiertes Wissen mit, sie konnten erzählen, wie die Menschen zum Feuer kamen und wie das ihr Leben veränderte, wussten, woraus die Kleidung der Steinzeit Menschen bestand und mit welchen Waffen gekämpft wurde.

Überrascht wurden sie von der Erkenntnis, dass die Menschen in der Steinzeit weniger wählerisch sein durften und auch Würmer und Käfer auf dem Speiseplan standen, wussten aber auch, dass heute noch Insekten in einigen Ländern verspeist werden. 

Außerdem standen Äpfel, Beeren, Pilze und Nüsse neben Fisch und Fleisch auf der Speisekarte und erstmals wurden die Lebensmittel nicht mehr roh gegessen.

Gemeinsames Basteln mit Naturmaterialien

Sandra Kästner hatte einige Werkzeuge aus Holz und Stein mitgebracht, die von den Jungs begeistert bestaunt wurden und auch Kleidung, die derjenigen der Menschen aus dieser Zeit nachempfunden war. Gemeinsam bastelten die Kinder mithilfe von Sandra und Joana Kästner Ketten aus Naturmaterialien wie Holz, Rinde und Muscheln und stellten Schalen aus Ton her. 

Besonders begeistert waren die Jungs als sie mit Zunderschwamm und Feuersteinen versuchen durften, ein Feuer zu entfachen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.