Festival mit Hindernissen

Hann. Münden: Streetfood-Festival am Wochenende

Schmachhafte Mexikanische Burritos bereiteten Nikolai Niemöller und Ertan Kurtbogan zu.
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Schmachhafte Mexikanische Burritos bereiteten Nikolai Niemöller und Ertan Kurtbogan zu.

Ein dreitägiges Streetfood-Festival am Mündener Dielengraben öffnete am Freitagnachmittag. Am Abend gab es Probleme wegen des Corona-Hygienekonzeptes.

Hann. Münden - Sie begaben sich zu einer kulinarischen Reise durch viele Länder. Zunächst machten die Interessierten einen Rundgang, um zu schauen, aus welchen Ländern Speisen angeboten wurden. Einige entschlossen sich sofort zum Genuss, andere wollten noch ein wenig warten und am Abend wieder kommen, denn bis 22 Uhr sollte die Veranstaltung laufen.

Doch daraus wurde nichts, denn die Veranstaltung wurde gegen 20 Uhr von Mitarbeitern des Ordnungsamtes Göttingen, das auch die Genehmigung für das Festival mit entsprechenden Hygienevorgaben ausgestellt hatte, beendet. Der Grund waren nicht umgesetzte Hygienemaßnahmen seitens des Veranstalters, wie unter anderem die drei „g"s“ (geimpft, getestet, genesen), die vom Veranstalter am Eingangsbereich nicht überprüft worden sind und auch keine Registrierungen stattgefunden haben.

Da sich der Veranstalter nach Darstellung der Polizei gegenüber den Mitarbeitern des Ordnungsamtes wenig kooperativ zeigte, leistete die Polizei Hann. Münden Amtshilfe. Die Trucks mussten ihre Küchen schließen, die Besucher wurden gebeten das Gelände Dielengraben nach und nach zu verlassen.

Für die nächsten beiden Tage hatte der Veranstalter die Chance, die Hygiene Maßnahmen einzuhalten, was er für Samstag und Sonntag auch umsetzte. So wurde das Streetfood-Festival doch noch ein Erfolg, bereits am Samstagnachmittag war der Dielengraben wieder gut besucht.

Schon das Bummeln durch die Festmeile war ein Genuss. Ein herrlicher Duft von Gebratenem, Frischgebackenem, Geräuchertem und exotischen Gewürzen zog durch die Luft. Die Vielzahl und Auswahl der unterschiedlichen Gerichte sowie die Qualität der direkt vor Ort frisch zubereiteten Speisen waren ein Erlebnis. Gaumenfreuden pur erlebten die Besucher beim Kosten der der kulinarischen Spezialitäten unter anderem aus Mexiko, Italien, Uganda, Amerika, Asien. Ob beispielsweise Kräftiges aus dem Smoker, Pommes mit verschiedenen Soßen, Burritos gewürzt mit Jalapeños, vegane Burger oder süße Churros aus Spanien und schwarzes Eis, ließen die Wahl zur Qual werden.

Und wer wollte, konnte mit den Gastronomen plaudern und sich etwas über Zubereitung erzählen lassen oder aus welchem Gebiet die jeweiligen Köstlichkeiten kommen. So stellte das sizilianische Ehepaar, Natalizia Attanasio und Victorio Seallino sämtliche luftgetrocknete Salami-Spezialitäten vor. Mit Parmesan Schinken, mit Knoblauch mit Trüffel, alle hergestellt in Sardinien. Esther aus Venezuela und Fernando Argente aus Valencia stellten frische Churros her, nach einem Familienrezept, das seit 1928 an die Generationen weiter gegeben und wie ein Geheimnis gehütet wird. Fernando Argente ist blind, lässt es sich aber nicht nehmen, den Teig für das Gebäck herzustellen. Die Mengen an Zutaten hat er im Gefühl. Sänger und Gitarrist Felix Hahnsch unterstrich mit bekannten und beleibten Songs die lockere Atmosphäre.

Veranstalter Lukas Bock hat das Festival in Kooperation mit der Hann. Münden Marketing GmbH organisiert. Matthias Biroth, Manager für Tourismus- und Stadtmarketing hier in Münden, war enttäuscht, dass der erste Veranstaltungstag so ausgehen musste. Denn der Fremdveranstalter hätte sich um das Hygienekonzept bemühen müssen. (Petra Siebert)

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