Sohn der Betreiberfamilie berichtet

Feuer im Jagdhaus Heede: Polizei geht vom technischen Defekt aus

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Einsatz der Brandschützer: Die Feuerwehr war mit 69 Kräften vor Ort.

Hann. Münden. Es war ein Schrecken in der Abendstunde. Im Jagdhaus Heede an der Hermannshäger Straße in Hann. Münden brannte es am Sonntagabend (wir berichteten).

Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus, so Hauptkommissarin Jasmin Kaatz. Zwei Personen wurden leicht verletzt; sie wurden vor Ort im Rettungswagen behandelt, eine von ihnen musste sich anschließend noch vorübergehend ins Krankenhaus begeben.

Die Feuerwehr wurde gegen 17.30 Uhr zu dem Zimmerbrand alarmiert. „Als wir dort hinfuhren, sahen wir schon von Weitem den Rauch und Flammen aus der Dachgaube schlagen“, sagte Stadtbrandmeister Dieter Röthig. Es wurden dann die Feuerwehren Wiershausen und Gimte nachalarmiert. Insgesamt waren 69 Feuerwehrleute im Einsatz. Eine Gruppe ging innen unter Atemschutz gegen das Feuer vor, sicherheitshalber wurde die Drehleiter ausgefahren. Eine zweite Gruppe kümmerte sich den Angaben zufolge um die Wasserversorgung. Das Feuer war schnell unter Kontrolle, sodass die Ortswehren aus Gimte und Wiershausen gegen 19.15 Uhr abrücken konnten, so Röthig.

Mit den Nachlöscharbeiten waren die Mündener Feuerwehrleute bis 20.15 Uhr beschäftigt. Die Räume wurden mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern abgesucht. Außerdem wurde ein Druckbelüfter eingesetzt, um das Haus rauchfrei zu bekommen.

Marcel Heede

Für die Familie Heede und die Gäste war es eine Aufregung am Abend. „Wir waren gerade noch gemeinsam beim Kaffeetrinken“, berichtet Marcel Heede, der eine Ausbildung in einem Hotel absolviert. Der 18-Jährige, seine kleine Schwester und seine Eltern wohnen in dem Dachgeschoss über der Küche und den Speiseräumen. Als sie bemerkten, dass es in dem privaten Gästezimmer brennt, haben sie sofort die Feuerwehr gerufen, gleichzeitig versucht, mit Feuerlöschern gegen die Flammen anzukämpfen. Aber das Feuer hatte sich schon zu sehr ausgebreitet. „Meine Mutter hat die Übernachtungsgäste alarmiert, damit sie sich ins Freie begeben“, sagt Marcel Heede. Glücklicherweise hatte das Abendgeschäft im Restaurant noch nicht begonnen. Er selber sei noch einmal in das Haus zurück, um die Wellensittiche der Familie zu retten. Den Hund hatte er schon vorher in Sicherheit gebracht. „Es ist gut, dass niemandem etwas passiert ist, die materiellen Schäden lassen sich ersetzen“, so der junge Mann.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro.

Die Polizei schätzt den Schaden auf mehrere zehntausend Euro. Heede sagt, dass das Restaurant am Donnerstag wieder öffnet. Freunde und Bekannte der Familie sind zum Brandort gekommen und haben ihre Hilfe angeboten. Vor einem Jahr wurde die Wohnung der Heedes übrigens von Einbrechern verwüstet.

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