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Feuerwehren im Raum Hann. Münden warnen: Heiztipps sind brandgefährlich

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Von: Konstantin Mennecke

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Trend im Internet: Aktuell werden Teelichtöfen als Heizquelle für die Wohnung beworben. Doch die Feuerwehren warnen.
Trend im Internet: Aktuell werden Teelichtöfen als Heizquelle für die Wohnung beworben. Doch die Feuerwehren warnen. (Symbolbild) © Patrick Pleul/DPA

Die Feuerwehr im Landkreis Göttingen rät zur Vorsicht bei Anleitungen aus dem Internet. Das betrifft sogenannte Teelichtöfen, Heizlüfter, aber auch Wärmepilze. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben.

Hann. Münden – Sie sind in ihrer Effizienz nahezu nutzlos, brandgefährlich und nur schwer zu löschen: Die Kreisfeuerwehr Göttingen warnt vor Teelichtöfen und sonstigen Heiz-Experimenten mit Lüftern oder gar Heizpilzen. Das teilt Markus Herzberg, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Landkreis Göttingen, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Raum Hann. Münden: Feuerwehren warnen vor Teelichtöfen

„Teelichter sollten für ihren eigentlichen Zweck genutzt werden – nicht etwa zum Heizen von Wohnräumen“, betont Herzberg. Dafür sei alleine die Heizleistung viel zu gering. Stehen eine ganze Reihe von Teelichtern nebeneinander, können diese so heiß werden, dass das Wachs seinen Siedepunkt erreicht. Die Folge kann eine rund einen Meter hohe Flamme sein, die sich nicht durch Pusten oder mit Wasser löschen lässt. Laut Feuerwehr können schwere Verbrennungen, aber auch Brände und ein Zerspringen des Tongefäßes der Teelichtöfen die Folge sein. Sollte es zu einem Wachsbrand kommen, helfen nur noch spezielle Löscher etwa für Fettbrände oder Löschdecken.

Ebenfalls keine gute Idee sei das Verwenden von Heizlüftern. Laut Feuerwehr sind sie nicht nur mit Blick auf die Strompreisentwicklung weniger kosteneffizient als eine Gasheizung. Die Geräte mit Temperaturen von bis zu 400 Grad können nahe stehende, leicht entflammbare Gegenstände entzünden. Zudem müssen laut Feuerwehrsprecher Herzberg die elektrischen Zuleitungen auf die Leistung des Heizlüfters abgestimmt sein. Immer wieder kommt es bundesweit zu Bränden, weil Mehrfachsteckdosen stärker belastet werden, als erlaubt.

Immer mehr Rettungskräfte mit Kohlenmonoxid-Warnern ausgestattet

Schlicht lebensgefährlich sei der Einsatz von nicht geeigneten Wärmequellen, beispielsweise das Betreiben von Holzkohlegrills oder auch Heizpilzen und Gasstrahlern in geschlossenen Räumen. Hier besteht die Gefahr, dass sich das farb- geruchs- und geschmacklose Gas Kohlenmonoxid verbreitet. Dieses verhindert den Sauerstofftransport im Blut, sorgt zunächst für Kopfschmerzen und dann für Bewusstlosigkeit.

Aufgrund der Gefahr von Kohlenmonoxid sind vermehrt Rettungskräfte im Einsatz mit mobilen Messgeräten ausgestattet. Sie schlagen in solchen Fällen Alarm und warnen die Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Entsprechende Warnmelder sind zur Festinstallation auch für Wohngebäude erhältlich. Die Feuerwehr empfiehlt die Geräte unter anderem bei Kaminen und Öfen sowie bei Heizungsanlagen wie einer Gas- oder Ölheizung. (Konstantin Mennecke)

Schornsteinfeger: Feuerstätten prüfen lassen

Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks warnt davor, Feuerstätten eigenständig anzuschließen. Auch reaktivierte Feuerstätten müssen überprüft werden. Nur so kann eine Brandgefahr und auch die Gefahr des lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Austritts verhindert werden. Informationen zum Betreiben von Feuerstätten gibt es bei den zuständigen Bezirksschornsteinfegern sowie von den Initiativen „Rauchmelder retten Leben“ und „CO macht KO“. 

In Staufenberg übten die Feuerwehr und das THW im Oktober gemeinsam für den Einsatz im und am Gewässer.

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