Projekt von zehn Monaten

Koloss mit 600 Tonnen Gewicht: Firma WMU in Hann. Münden nimmt neue Presse in Betrieb

Neue Presse bei der Firma Weser Metall Umformtechnik (WMU) in Hann. Münden.
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Mit einer Gesamtlänge von rund 30 Metern, einer Höhe von 7,40 Meter und einem Gewicht von 600 Tonnen ist die neue Anlage ein echter Koloss.

Beinahe zehn Monate hatte man bei der Weser Metall Umformtechnik GmbH (WMU) darauf hingearbeitet, dass die neue Presse in Betrieb gehen konnte. Die Maschine ist ein wahrer Koloss.

Hann. Münden – Beinahe zehn Monate hatte man bei der Weser Metall Umformtechnik GmbH (WMU) darauf hingearbeitet, am Montag war es nun endlich so weit. Mit dem Druck auf einen kleinen weißen Knopf nahmen Geschäftsführer Jörg Wittling und Produktionsleiter Matthias Malt eine neue Presse in Betrieb, die eine ganze Anlagenstraße von fünf Pressen aus den 1960er und 70er Jahren ersetzt.

291 Tage dauerte die Einrichtung der neuen Presse

„Das waren 291 bewegte Tage“, sagte Matthias Malt. Genau so lange sei es her, dass an dieser Stelle der letzte Lagerblock für ein Automobil gefertigt und mit der Demontage der alten Pressen begonnen worden sei. Er dankte dem gesamten Team, das in all der Zeit „an einem Strang gezogen“ und das Projekt damit zum Erfolg geführt habe.

Die neue Presse der WMU ist ein echter Koloss. Von der Firma Schuler gebaut, ragt die knapp zehn Meter lange und fünf Meter breite Presse 7,40 Meter in die Höhe, ist 600 Tonnen schwer und hat eine Presskraft von unglaublichen 1600 Tonnen. Mit ihren Komponenten, wie den Förderbändern und den Antrieben, erreicht die computergesteuerte Anlage sogar eine Gesamtlänge von rund 30 Metern. Rund 6,5 Millionen Euro hat das Unternehmen WMU dafür investiert.

„Dies ist ein Projekt, um die WMU zukunftssicher aufzustellen“

„Diese Presse ist eine bedeutende Erweiterung für unsere Produktion“, betonte Matthias Malt während der werksinternen Zeremonie, die wegen der Pandemie bewusst klein gehalten wurde. Auch für Geschäftsführer Jörg Wittling ist die Bedeutung der neuen Anlage für den Standort Hann. Münden nicht hoch genug einzuschätzen.

„Dies ist ein Projekt, um die WMU zukunftssicher aufzustellen“, sagte er. Die neue Presse arbeite schneller, je nach Bauteil könne bis zum Dreifachen dessen produziert werden, was mit der alten Pressenstraße möglich war. Zudem habe sie eine höhere Fertigungsqualität und sei auch noch leiser.

Mit dem Druck auf einen kleinen weißen Knopf nahmen Geschäftsführer Jörg Wittling (rechts) und Produktionsleiter Matthias Malt die neue Presse in Betrieb.

„Ich hatte zunächst etwas Bauchschmerzen bei dem Gedanken, fünf Pressen im laufenden Betrieb ab- und dann eine neue aufzubauen“, sagte Jörg Wittling. Seine Bauchschmerzen hätten sich dann aber als unbegründet erwiesen. Der Geschäftsführer dankte allen Beteiligten für ihre „hervorragende Arbeit“.

Mit dem Produktionsstart auf der neuen Presse verbindet sich auch die Hoffnung des Unternehmens, dass sich die Auftragslage wieder normalisiert.

WMU leidet auch unter der Corona-Krise

Bedingt durch die Corona-Pandemie hatte es im vergangenen Jahr nicht nur Kurzarbeit im Werk, sondern auch einen Umsatzverlust von 29 Prozent gegeben. Entlassungen hat es aber nicht gegeben. Auch alle Auszubildenden, die in diesem Jahr auslernen, sollen übernommen werden. Darüber hinaus sei man aktuell auf der Suche nach zusätzlichen Maschinenführern, die unter anderem auch die neue Presse bedienen sollen. (Per Schröter)

Infos:

Informationen und auch ausgeschriebene Stellen gibt es auf: wmu.de.

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