MARKTGESCHICHTEN Fleischer in dritter Generation

Jens Osterhus bietet in Hann. Münden regionale Waren an

Das Bild zeigt Fleischer Jen Osterhus von der gleichnamigen Landfleischerei aus Barterode auf dem Wochenmarkt in Hann. Münden.
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Jens Osterhus von der gleichnamigen Landfleischerei aus Barterode kommt seit zehn Jahren mit seinem Verkaufswagen auf den Hann. Mündener Wochenmarkt. Seit 20 Jahren leiten er und sein Bruder Jörg den Betrieb.

Das Metzgern hat in Jens Osterhus Familie Tradition. Mit seinem Bruder Jörg leitet er die Landfleischerei Osterhus aus Barterode und steht regelmäßig auf dem Wochenmarkt in Hann. Münden.

„Worauf ich besonders stolz bin, ist, dass wir Fleisch direkt aus der Region anbieten. Die Tiere leben nicht einmal zwei Kilometer von der Fleischerei entfernt“, sagt Jens Osterhus. Vor 20 Jahren haben die Brüder den Betrieb von ihrem Vater Karl-Heinz übernommen, erzählt er.

„Unser Hauptgeschäft in Barterode wurde 1952 von meinem Großvater Julius eröffnet. Dort schlachten wir auch“, sagt er. Später sei eine zweite Verkaufsstelle in Lödingsen hinzugekommen. „Meine Mutter ist Lödingserin, deswegen wollte mein Vater dort auch gern eine Filiale haben.“

Sieben Angestellte habe die Landfleischerei in der Produktion und weitere zwölf im Verkauf. Der erfolgt neben den Filialen auch durch zwei Verkaufswagen. Nach Hann. Münden komme Jens Osterhus seit zehn Jahren immer mittwochs, man sei jedoch auch samstags mit einem Wagen in der Dreiflüssestadt vertreten. Die weiteren Vormittage verkauft Jens Osterhus auf anderen Wochenmärkten in der Region und nachmittags in der Lödingser Filiale. Dort biete man auch einen Partyservice an, der vor allem samstags sehr gefragt sei, „besonders bei größeren Familienfeiern“, wie er sagt.

Zurzeit könne der natürlich aufgrund der Corona-Pandemie nicht angeboten werden. Die wirkt sich für Jens Osterhus auch noch in anderer Form auf die Fleischerei aus. „Es ist auffällig, dass die Menschen auf dem Markt zurzeit ein ganz anderes Kaufverhalten haben.“

Vor allem Fleischwaren für schnelle Gerichte wie Schnitzel oder Geschnetzeltes würden derzeit in viel größeren Mengen gekauft als gewöhnlich. „Da merkt man, dass mehr Menschen als sonst unter der Woche für ihre Kinder kochen, weil die nicht in die Schule gehen und auch da essen können.“

Diese Entwicklung habe sich auch am Umsatz bemerkbar gemacht, denn der sei unter der Woche gestiegen. Das Kaufverhalten an den Wochenenden hingegen sei identisch zu gewöhnlichen Zeiten und der Umsatz da deshalb unverändert.

Außerdem seien die Menschen früher am Tage unterwegs, um größeren Menschenmassen aus dem Weg zu gehen. „Wenn ich zum Beispiel in Göttingen meinen Wagen um 7 Uhr öffne, stehen da schon Kunden seit einer Viertelstunde. Dafür ist dann mittags aber auch früher Schluss.“

Mittlerweile sei dieser Trend jedoch rückläufig. „Man kehrt etwas zurück zur Normalität, das spiegelt sich jetzt auch am Kaufverhalten.“ Ein länger zuzubereitendes Gericht wie Braten sei trotzdem unter der Woche noch nicht so beliebt wie schnelle Gerichte. Genauere Informationen und einen Zeitplan der Verkaufswagen gibt es unter Landfleischerei Osterhus.

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