Haus der Nationen: Kreis-Sozialausschuss besprach Konzept

Flüchtlinge aus Wollershausen sollen nach Hann. Münden umziehen

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Unterkunft und Begegnungszentrum: In dem Haus der Nationen in Hann. Münden wird Wohnraum für Flüchtlinge und Menschen mit geringem Einkommen geschaffen.

Hann. Münden. Das Haus der Nationen könnte künftig Unterkunft für Flüchtlinge aus Wollershausen bieten. Über die künftige Belegung beriet nun der Sozialausschuss des Landkreises.

Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Integration des Landkreises Göttingen hat in seiner jüngsten Sitzung über ein überarbeitetes Nutzungskonzept des Neumündener Begegnungszentrums Haus der Nationen beraten.

Folgt der Kreistag am kommenden Mittwoch der Beschlussempfehlung des Sozialausschusses, zieht ein Teil der derzeit 78 Flüchtlinge aus Wollershausen nach Hann. Münden.

Eine Anpassung des Konzepts sei nötig geworden, da sich die Flüchtlingszuweisung des Landes Niedersachsen deutlich reduziert habe, hieß es im Ausschuss. Während 2016 noch 379 Flüchtlinge dem Altkreis Göttingen zugewiesen worden waren, wurden 2018 bis Ende Juni vier Personen im Landkreis untergebracht. Da nun weniger Druck herrsche, die Grundversorgung der Geflüchteten sicherzustellen, könne man nun intensiver an die langfristige Integrationsarbeit herangehen, erklärte Erster Kreisrat Marcel Riethig.

Das Haus der Nationen mit dem einzurichtenden Begegnungszentrum biete die Möglichkeit des dauerhaften Wohnens. In den oberen Etagen entsteht derzeit Wohnraum für etwa 60 Personen. Die 22 Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen im Winkelbau sollen vorwiegend, aber nicht ausschließlich an Flüchtlinge vermietet werden. Die Belegung des Hauses solle voranging aus der Flüchtlingswohnanlage Wollershausen erfolgen. Der überwiegende Anteil bestehe aus Familien mit Kindern, die zum Teil Kindergärten und Schulen bei Wollershausen besuchen.

Das Haus der Nationen sei eine Chance für den Stadtteil Neumünden, erklärte Riethig. Er appellierte an die Stadt Hann. Münden, sich deutlich zu diesem Projekt zu bekennen. „Die Stadt Hann. Münden ist hier unser wichtigster Partner“, betonte Riethig.

GAB wechselt Standort

Die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) Südniedersachsen, vom Landkreis für die Betreuung der Flüchtlinge beauftragt, bat um ein Jahr Zeit, ein neues Konzept für die Flüchtlingswohnanlage Wollershausen zu erarbeiten. Die mit der GAB geschlossene Vereinbarung des Landkreises ist aktuell bis zum Ende des Jahres befristet, ab dem 1. Juli 2019 sollen die bisher vorhandenen Betreuungsstrukturen reduziert werden. Die Betreuung der Flüchtlinge werde dem Bedarf angepasst erfolgen, hieß es im Sozialausschuss. Die GAB in Hann. Münden werde außerdem von der Kurhessenstraße ins Haus der Nationen umziehen. GAB-Geschäftsführerin Magdalene Günther erklärte, der neue Standort verbessere die Wirtschaftlichkeit der GAB, außerdem sei die künftige Nähe zu den Flüchtlingen und den Teilnehmern der GAB-Maßnahmen vorteilhaft.

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