Unbegleitete Jugendliche kicken mit

Flüchtlinge in Hann. Münden: Integration durch Sport ist längst angelaufen

Flüchtlinge: Integration durch Sport ist längst angelaufen

Hann. Münden/Dransfeld. Fußballer verstehen einander auch ohne viele Worte. Sprachbarrieren werden schnell überwunden, wenn es um den gemeinsamen Sport geht.

Beim Tuspo „Weser" Gimte, in der SG Werratal und beim Dransfelder Sportclub (DSC) kicken längst unbegleitete minderjährige Flüchtlinge mit.

Und auch im Rudersport klappt es mit der Integration, im Mündener Ruderverein (MRV) ist seit dem Sommer eine Gruppe jugendlicher Flüchtlinge aktiv. Die Rückmeldungen aus den Vereinen sind durchweg positiv: Das Miteinander laufe sehr gut, sagt Trainer Thomas Kossert vom MRV. Bisher nahmen die Jungen am Wintertrainig teil, damit sie nach Ostern auch aufs Wasser dürfen, haben sie gerade einen Schwimmkurs absolviert. Vielleicht werde man sogar mit einem deutsch-afghanischen Achter bei einer Regatta starten.

Im Tuspo haben zwei der Jugendlichen bereits einen Spielerpass, so Trainer Sven Fritsch. In A- und B-Jugend sind immer um die 14 Flüchtlinge dabei. Beim DSC gibt es zum Einen eine extra Übungsstunde, zum Anderen nehmen die Jugendlichen am regulären Training der B-Jugend teil. Da seien ganz ordentliche Fußballer darunter, sagt Friedrich-Georg Rehkop, Geschäftsführer des Fördervereins „Abseits - Offensive für den Fußball in Dransfeld“. Einer der 15-Jährigen habe in seiner Heimat in der Jugendnationalmannschaft gespielt.

Die SG Werratal hat Fahrgemeinschaften organisiert, damit die Jugendlichen zum Training kommen können. Fünf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind dort in den Trainingsbetrieb integriert und sollen möglichst im Sommer in die 3. Herrenmannschaft wechseln. Erste Kontakte knüpften die Trainer beim Trainingslager am vorigen Wochenende. Als zuverlässig und freundlich beschreibt Trainer Sebastian Lehne die neuen Mitspieler.

Viele andere Jugendliche wollen in Vereinen mitmachen.

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