Vorsorglich

Flüchtlinge: Landkreis plant Kauf der Ex-Akademie

Hann. Münden. Der Landkreis Göttingen plant den Kauf der ehemaligen Akademie in Hann. Münden. Der Erwerb der Immobilie an der Kurhessenstraße 14 erfolgt vorsorglich.

Falls aufgrund vermehrter Zuweisungen durch das Land der Landkreis Flüchtlinge nicht mehr vollständig dezentral unterbringen kann, könnte im Gebäude eine zentrale Unterkunft zur zeitweisen Unterbringung von 50 bis 60 Flüchtlingen entstehen, heißt es in einer Pressemitteilung der Verwaltung.

Mit dem Kauf der Immobilie auf dem früheren Kasernengelände verfolge der Landkreis das Ziel, bei steigenden Zuweisungszahlen nicht auf Gebäude der kommunalen Infrastruktur zurückgreifen zu müssen. „Die Belegung genutzter Sporthallen oder Dorfgemeinschaftshäusern mit Flüchtlingen ist in vielen Kommunen bundesweit bereits Realität. Im Landkreis Göttingen soll das möglichst vermieden werden“, sagt Landrat Bernhard Reuter.

Diese Linie sei bei einem Treffen mit Kommunalpolitikern des Landkreises vereinbart worden, um die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen zu stärken und diese angemessen unterzubringen.

Der Akzeptanz diene auch die frühzeitige Information der Mündener über den geplanten Kauf der ehemaligen Akademie. Er erfolge im Einvernehmen mit der Stadt Hann. Münden. Bürgermeister Harald Wegener unterstützt die Planungen durch die Verwaltung im Landkreis Göttingen: „Die mögliche Nutzung der seit 2012 leer stehenden Räumlichkeiten der ehemaligen Akademie Münden bietet dank einer guten Infrastruktur im Stadtteil Neumünden kurze Wege, Kinderbetreuungsangebote und in direkter Nachbarschaft die Volkshochschule Göttingen-Osterode.“ Das alles seien gute Voraussetzungen für eine zukünftig mögliche Erstunterbringung von Familien und Einzelpersonen in Münden

Gemeinsam von Landkreis und Stadt Hann.Münden wurde die intensive Betreuung der Flüchtlinge in dem Gebäude vereinbart, sollte es als zentrale Unterkunft genutzt werden müssen. Wenn in Zukunft ein konkreter Bedarf für eine solche Einrichtung entsteht, werden die Mündener frühzeitig informiert, heißt es weiter. (awe)

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