Flüchtlinge in Münden: Erster Gesundheits-Check in Klinik

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Eingangsuntersuchung: Dr. Eberhard Müller-Helms aus Reinhardshagen misst bei dem zwölfjährigen Ali Blutdruck. 

Hann.Münden. Fragen und Antworten: Die in der Region ankommenden Flüchtlinge müssen sich einer ärztlichen Aufnahme-Untersuchung unterziehen. Das Krankenhaus Hann. Münden untersucht Asylsuchende aus der Polizei-Akademie.

Der Arzt Dr. Albrecht Bornscheuer von der Klinikleitung sagt: „Die allermeisten dieser Patienten machen den Eindruck, dass sie aus Gesundheitssystemen kommen, die besser sind, als wir gedacht haben.“ Wir gehen auf Einzelheiten ein.

Was beinhaltet die Untersuchung?

Es sind eine körperliche Untersuchung und eine Röntgenaufnahme der Lunge vorgesehen. Geröntgt wird erst ab einem Alter ab 15 Jahren, bei Schwangeren nicht.

Wie sieht es mit Impfungen aus?

Grundsätzlich wird ein möglichst kompletter Impfschutz hergestellt.

Was ist, wenn bei einem Patient ein Krankheitsbefund vorliegt?

Dann gibt es eine weitere Behandlung von einem anderen, niedergelassenen Arzt.

Wie lange dauert eine Grunduntersuchung?

Ungefähr zehn bis 15 Minuten.

Macht das Krankenhaus die Untersuchungen allein?

Nein. Beide Mündener Krankenhäuser sind involviert, aber auch niedergelassene Ärzte wirken mit. Auch die Krankenpflegeschule ist eingebunden sowie die reguläre Klinikpflege.

Wie viele Flüchtlinge wurden im Krankenhaus Münden bereits untersucht?

Etwa 90. Ein Auftrag besteht bislang zur Untersuchung von 200 Asylsuchenden. Der Auftrag zur Untersuchung kommt vom Innenministerium in Hannover, organisatorisch ist die Johanniter Unfallhilfe in Zusammenarbeit mit den Aufnahmelager Friedland zuständig. 

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