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Fördergeld für die Kultur im Raum Hann. Münden

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Von: Olaf Weiss, Clara Veiga Pinto

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Schattenspiel des Figurentheaters Gingganz in Klosterkirche Bursfelde
Das Schattenspiel des Figurentheaters Gingganz zeigt Pabst Urban als Verfechter der Kreuzzüge in der Klosterkirche Bursfelde. (Archivbild) © Margitta Hild

Abgesagte Konzerte, keine Ausstellung und fehlende Gage. Die Kulturszene leidet unter Corona. Das Programm „Niedersachsen dreht auf“ des Landes Niedersachsen schuf Abhilfe. Auch ein Theater aus Scheden wurde so gerettet.

Altkreis Münden – Seit mehr als zwei Jahren leidet die Kulturszene unter der Corona-Pandemie. Konzerte, Auftritte, Proben und Ausstellungen mussten lange Zeit ausfallen. Viele Kulturschaffende hatten existenzielle Ängste. Auch Mechthild und Michael Staemmler aus Meensen hatten es in den vergangenen Monaten nicht leicht. Das Ehepaar betreibt seit 1984 das mobile Figurentheater Gingganz.

Dransfeld: Figurentheater in Scheden profitiert von Hilfe

„Weil wir keine feste Spielstätte haben und auf die Veranstalter angewiesen sind, ist es für uns schwierig“, sagt Michael Staemmler. Die meisten Veranstalter seien wegen der beschränkten Zuschauerzahlen frustriert und würden daher kaum noch Veranstaltungen auf die Beine stellen. Alternativen gibt es allerdings kaum: Online-Theater sei nicht das Gleiche. In die Zukunft schaut er mit gemischten Gefühlen. „Man weiß nicht, wo es hingeht. Wir müssen sehen, wie wir durchkommen.“

Eine kleine Hilfe bekam das Theater unter anderem von „Niedersachsen dreht auf“, einem Corona-Sonderprogramm vom Land Niedersachsen, das Kulturschaffende unterstützt. Dabei konnten Solo-Selbstständige gewissermaßen über einen Umweg an Fördermittel kommen: Erstattet wurden die Gagen oder Honorare, die Veranstalter mit Künstlern und anderen Solo-Selbstständigen vereinbart haben, um eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Bisher wurden rund 506 000 Euro bewilligt

Dieses Programm stieß nach Angaben des Landschaftsverbandes Südniedersachsen, der seit 1989 für Kulturförderung in den Landkreisen Göttingen, Northeim und Holzminden zuständig ist, in der südniedersächsischen Kulturszene auf großes Interesse: 46 Antragsteller auf Gagen-Förderung erhielten von ihm eine Zusage. Bisher wurden rund 506 000 Euro bewilligt, etwa 392 000 Euro wurden bereits an die Kulturveranstalter ausgezahlt. Empfänger aus dem Altkreis waren:

Mündener Kulturring, Hann. Münden: 5 835 Euro;

Mündener KunstNetz , Hann. Münden: 5 885 Euro;

Figurentheater Gingganz, Scheden: 3 000 Euro

. 

Land Niedersachsen unterstütze Kultureinrichtungen

Auch vom Land Niedersachsen direkt kam Hilfe. Kultureinrichtungen im Altkreis Münden haben in den vergangenen beiden Jahren Coronahilfe des Landes in Höhe von insgesamt 20 093 Euro erhalten. Das hat der Landschaftsverband Südniedersachsen mitgeteilt. Das erste vom Land Niedersachsen aufgelegte Förderprogramm richtete sich an Kultureinrichtungen und - vereine, die aufgrund der coronabedingten Einschränkungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind.

Die Höhe der Förderung wurde nach den Zahlungsverpflichtungen bemessen, die nicht durch Einnahmen abgedeckt werden konnten. Im ersten Pandemiejahr 2020 kamen 13 südniedersächsische Kultureinrichtungen in den Genuss dieser Fördermittel, insgesamt wurden vom Landschaftsverband rund 57 000 Euro ausgezahlt.

Einziger Empfänger im Altkreis war nach seinen Angaben der Musikverein Drum & Bugle Corps Red-Stars Hann. Münden, der fast 2000 Euro erhalten hat. Aus dem zweiten Programm für 2021 erhielten acht Kultureinrichtungen in der Region Zuschüsse in Höhe von knapp 50 000 Euro. Auch in diesem Programm gab es eine Förderung für das Drum & Bugle Corps Red-Stars. Diesmal in Höhe von fast 3 500 Euro. (Clara Pinto/Olaf Weiß)

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