Ziel: 1500 Kilometer mit dem Fahrrad 

Frank Bade ist der Stadtradeln-Star vom Mündener Ruderverein

Lässt das Auto stehen: Frank Bade aus Hemeln radelt für den Mündener Ruderverein ganz vorne mit. 
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Lässt das Auto stehen: Frank Bade aus Hemeln radelt für den Mündener Ruderverein ganz vorne mit. 

Drei Wochen ohne Auto - Frank Bade beweist beim Stadtradeln, dass jeder etwas fürs Klima und seine eigenen Gesundheit tun kann. 

1500 Kilometer – das ist das Ziel von Frank Bade aus Hemeln. Diese Strecke will er während der Aktion Stadtradeln mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Hälfte hat er bereits geschafft, und für den Rest bleibt ihm noch Zeit bis zum 28 Juni.

Bei 780 Kilometern stand der Kilometerzähler an seinem E-Bike am Donnerstag. Damit ist er bei seinen Mitstreitern vom Ruderverein, insgesamt 24 Mitglieder machen mit, der Stadtradeln-Star. Bereits am 7. Juni, zum Auftakt der diesjährigen Challenge, hatte Frank Bade, der Hauswart des Rudervereins ist, seinen Autoschlüssel an den Vereinsmanager Thomas Kossert übergeben. Der 58-Jährige kündigte an, drei volle Wochen auf sein Auto verzichten zu wollen. Bereits nach der Hälfte der Zeit habe er damit mehr als 100 Kilogramm des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart, hat Thomas Kossert ausgerechnet. „Da ich in Hemeln und nicht direkt in der Stadt wohne, war das Auto bislang das selbstverständliche Fortbewegungsmittel für mich“, sagt Bade. Lediglich im Sommerurlaub auf Fehmarn habe der gelernte Maschinenschlosser, der gerade eine Umschulung zum Berufskraftfahrer im Personenverkehr macht, immer für zwei Wochen auf sein Auto verzichtet. „Ich wollte das auch zu Hause probieren und habe mir daher ein E-Bike angeschafft. Am Anfang war es eine ziemliche Umstellung, aber mittlerweile vermisse ich das Auto gar nicht mehr“, sagt der Radfahr-Neuling.

Schon eine ganze Tankfüllung gespart

Es sei erstaunlich, wie viele Wege man mit dem Fahrrad erledigen könne, und auch im Geldbeutel mache sich die Umstellung bereits bemerkbar: „Ich habe schon eine ganze Tankfüllung gespart“, freut sich Bade.

Da momentan das Rudertraining ausfallen müsse, sei das Radfahren ein guter Ausgleich, findet Bade. „Außerdem helfe ich mit jedem Liter Benzin, den ich spare, der Umwelt, und ich habe festgestellt, dass ich manchmal mit dem Rad sogar schneller bin als mit dem Auto.“

Seit über einer Woche radelt Bade jetzt schon an der Spitze des Rudervereins. Aber auch seine Vereinskollegen schlagen sich wacker: Mit über 5000 geradelten Kilometern liegt der Ruderverein an der Spitze der Mündener Teilnehmer, beim Landkreis-Ranking schafft es der Verein auf den zweiten Platz.

Noch bis 28. Juni wollen Frank Bade und seine Mitradler aus dem Ruderverein möglichst viele Radkilometer sammeln, um damit ein Zeichen für einen Umstieg auf das Fahrrad im Alltag zu setzen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Eine Anmeldung ist bis zum Ende des Aktionszeitraumes noch unter www.stadtradeln.de/hann-muenden möglich. Die gesamte Aktion läuft noch bis Oktober, Hann. Münden beteiligt sich vom 7. bis 27. Juni.

Stadtradeln ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Radkampagne findet bereits zum 12. Mal statt und wird organisiert vom Klima-Bündnis. Im vergangenen Jahr nahmen deutschlandweit mehr als 400 000 Menschen aus 1127 Kommunen teil und legten 77 Millionen Kilometer auf dem Fahrrad zurück.

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