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Freibäder bereiten sich auf neue Saison vor – Corona-Regeln fallen weg

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Von: Kira Müller

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Technischer Leiter der VHM Stefan Beer, Schwimmmeister Jörg Driever und Geschäftsführer der VHM Jens Steinhoff.
Noch sind die Becken leer: Vorbereitungen auf Saisonstart im Hochbad laufen auf Hochtouren. Auf dem Bild von links: Technischer Leiter der VHM Stefan Beer, Schwimmmeister Jörg Driever und Geschäftsführer der VHM Jens Steinhoff. © Kira Müller

Im Mai öffnen die hiesigen Freibäder ihre Türen. Corona-Regeln gibt es fast keine in dieser Saison. Dauer- und Tageskarten werden wieder verkauft. Die Vorbereitungen laufen.

Landkreis Göttingen – Seitdem die Corona-Maßnahmen in vielen Bereichen gelockert wurden, gelten auch in den Freibädern für die kommende Saison keine strengen Vorschriften mehr. So haben auch das Hochbad in Hann. Münden und das Erlebnisbad Dransfeld keine Corona-Regelungen mehr.

Der Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden (VHM), Jens Steinhoff, ist trotzdem von den Hygienemaßnahmen überzeugt: „Es sind alle miteinander aufgefordert, die Hygienemaßnahmen, wie auch den Abstand beim Schwimmen, einzuhalten“, sagt er. „Uns sind zwar keine Infektionen mit einer konkreten Verbindung zu Freibädern bekannt, aber wir können nicht so tun, als wäre nichts gewesen“, erklärt Steinhoff weiter.

So gelten in diesem Jahr in beiden Bädern weder Maskenpflicht noch Kontaktverfolgungen oder Einlassbegrenzungen.

Endlich wieder Dauerkarten in Hoch- und Erlebnisbad

Auch können in diesem Jahr wieder Dauer-, Tages- und Zehnerkarten erworben werden. In den vergangenen zwei Jahren in der Pandemie konnten ausschließlich Einzelkarten über ein Internetportal gekauft werden – das werde in diesem Jahr nicht mehr genutzt.

Wie der Geschäftsführer versichert, sind die Zehnerkarten, die vor Corona im Hochbad noch nicht vollständig abgestempelt wurden, auch in dieser Saison noch gültig. Öffnen soll das Hochbad am ersten Mai-Wochenende.

Zwei Wochen später, am 21. Mai, startet dann auch das Erlebnisbad Dransfeld in die Saison. Auch dort sind die Arbeiten zur Vorbereitung auf die Saison im vollen Gange, erklärt Badleiter Matthias Cordes. Anfang Mai soll das Wasser wieder in die Becken. Geregelt sei „alles wie im Jahr 2019“.

Einlassbegrenzung bei Eiswiese in Göttingen

In den hiesigen Hallenbädern sind ebenfalls viele Regeln gefallen. So auch im Badeparadies Eiswiese in Göttingen. Charlotte Hoffmann, Mitarbeiterin im Sekretariat der Eiswiese erklärt: Es bestehe dort weiterhin eine Maskenempfehlung, aber keine Pflicht. Die Hygiene- und Abstandsregelungen sind einzuhalten. Außerdem gibt es eine beschränkte Besucherkapazität: maximal 300 Personen in der Sauna, 350 in der Badewelt.

Strenge Maßnahmen in 2020 und 2021

Um die Corona-Pandemie eindämmen zu können, galten in den Jahren 2020 und 2021 strenge Hygiene-Vorschriften. Teilweise mussten die Bäder sogar ganz geschlossen werden. Je nach Größe des Bades war nur eine bestimmte Anzahl an Menschen auf dem Gelände erlaubt; es mussten Zeitfenster gebucht werden. In Niedersachsens Corona-Stufenplan 2.0 vom Juli 2021 war die Öffnung der Freibäder erst bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 50 (fünf Tage in Folge) erlaubt.

„Wir möchten in diesem Jahr in eine normale Badesaison starten“

Es wird geschrubbt, gebaut und kontrolliert: Die Mitarbeiter des Hochbades in Hann. Münden bringen das Freibad wieder auf Vordermann, denn am ersten Wochenende im Mai soll in die Saison gestartet werden – ganz unter dem Stichwort Normalität.

„Wir möchten in diesem Jahr in eine normale Badesaison starten“, sagt Jens Steinhoff, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Hann. Münden, die das Freibad betreiben. Sechs bis acht Wochen vor der Öffnung des Bades starten die Vorbereitungen: „Wir holen alles aus dem Winterschlaf“, erklärt Jens Steinhoff.

Der Rasen wird gemäht, die Mülleimer und Fahrradständer kommen wieder an ihren Platz und auch die Figuren im Babybecken werden wieder befestigt. Das Wasser wurde bereits aus den Becken rausgelassen, damit auch diese gereinigt werden können.

Drei Tage bis das Becken voll ist

Auch Schäden, die beispielsweise durch den Frost entstanden sind, werden repariert. Danach wird das Wasser wieder eingelassen – bei dem 50-Meter-Schwimmerbecken dauert es knappe drei Tage bis die rund 2500 Kubikmeter Wasser wieder das Becken füllen.

Neben zahlreichen Firmen aus der Region hilft auch Jörg Driever tatkräftig mit. Er ist seit 1983 Schwimmmeister im Hochbau und „ein Multitalent“, wie Steinhoff ihn nennt, denn neben dem Aufpassen am Beckenrand kümmert er sich um die Qualität des Wassers, Instandhaltungsarbeiten und kleineren Reparaturen an Maschinen.

Kontakte:

Hochbad Hann. Münden, Rattwerder 3; Telefon: 0 55 41/70 72 41; E-Mail: info@hochbad.de; Webseite: hochbad.de

Erlebnisbad Dransfeld, Zum Hohen Hagen 10; Telefon: 0 55 02/12 11; E-Mail: info@fv-erlebnisbad.de; Webseite: erlebnisbaddransfeld.de

Viele Gäste kommen erst, wenn es 25 Grad sind – und das über mehrere Tage. „Es ist nicht so einfach, wie es mal war. Wir konkurrieren mit einer großen Palette an Freizeiteinrichtungen, das war früher mal einfacher“, sagt Steinhoff.

Schulschwimmen findet statt, Schwimmkurse noch nicht sicher

Ein treuer Stamm an Dauerschwimmern wäre aber regelmäßig gekommen. Rund 120 bis 200 Dauerkarten wurden vor der Corona-Pandemie in einer Saison verkauft. Während Corona kamen weniger von ihnen, denn zwei Jahre lang wurden nur Tageskarten verkauft. Die Preise der Eintrittskarten werden in diesem Jahr, obwohl vieles teurer geworden ist, gleich bleiben, sagt der Geschäftsführer.

Das Schulschwimmen wird, wie in den vorigen Jahren auch, wieder zu den normalen Öffnungszeiten stattfinden, sagt Schwimmmeister Jörg Driever. Ob die DLRG Schwimmkurse, die normalerweise ebenfalls im Becken des Hochbades angeboten werden, in diesem Jahr wieder stattfinden, stehe derzeit aber noch nicht fest.

Bis September können die Badegäste das kühle Nass genießen und ihre Zeit im Freibad verbringen. „Wir freuen uns über jeden Besucher, der wieder zu uns findet.“

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