„Wir müssen abwarten“

Freibäder werden trotz der aktuellen Situation vorbereitet

Freibäder: Auch wenn das sonnige Wetter bald zum Schwimmen einladen würde, bleiben das Hochbad in Münden (Foto) und das Erlebnisbad in Dransfeld vorerst verwaist. 
+
Freibäder: Auch wenn das sonnige Wetter bald zum Schwimmen einladen würde, bleiben das Hochbad in Münden (Foto) und das Erlebnisbad in Dransfeld vorerst verwaist. 

Obwohl noch unklar ist, wie es in diesem Sommer mit der Badesaison aussieht, werden sowohl in Hann. Münde, als auch in Dransfeld Vorbereitungen für eine mögliche Eröffnung getroffen.

Obwohl noch unklar ist, ob und wann die Freibäder öffnen dürften, laufen zurzeit in vielen Betrieben die üblichen Vorbereitungen für den Saisonstart. Denn von den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronapandemie sind auch Schwimmbäder betroffen.

„Wir bereiten alles so vor, als würde die Landesregierung einer Öffnung zustimmen“, sagt dazu Dirk Aue, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Samtgemeinde Dransfeld, zuständig für das Freibad. „Wir bereiten alles vor für den Fall der Fälle“. Man gehe aber davon aus, dass es nicht der Mai aber vielleicht der Juni oder später sein könnte, doch das sei im Moment noch ungewiss.

Auch im Mündener Hochbad werden die Vorbereitungen für eine eventuelle Öffnung demnächst anlaufen. „Da die Verordnung, die den Betrieb von Bädern untersagt, bis 6. Mai erweitert wurde, ist eine zeitgemäße Saisoneröffnung im Mai nicht möglich“, sagt dazu Jens Steinhoff, Geschäftsführer der Versorgungsbetriebe Münden, die das Hochbad betreiben. Er könne da keine Prognose stellen. „Wir müssen abwarten, wie die Niedersächsische Landesregierung dann weiter entscheidet“.

Becken mit frischem Wasser gefüllt

Genau wie im Dransfelder Erlebnisbad wird auch das Wasser im Mündener Hochbad vom Winter abgelassen und die Becken mit frischem Wasser befüllt. Nach Darstellung von Dirk Aue sei es wichtig, dass sich wegen der Bausubstanz Wasser in den Becken befinde. Das Wasser wird gechlort und regelmäßig umgewälzt. „Wenn es dann soweit ist, können wir ruck zuck reagieren und das Schwimmbad öffnen“, betont Dirk Aue.

Ähnlich ist auch der Ablauf im Mündener Freibad. „Geheizt wird das Wasser allerdings erst, wenn eine Öffnung sicher ist“, sagt Jens Steinhoff. So geht auch die Samtgemeinde Dransfeld vor. Welche Auflagen und Hygienemaßnahmen die Bäder erfüllen müssen, das konnten weder Jens Steinhoff noch Dirk Aue sagen. Denn ein Freibadbesuch gleicht nicht selten dem Besuch einer Großveranstaltung, und die sind bis Ende August dieses Jahres verboten. Auf jeden Fall werden die Auflagen noch erheblich strenger sein als sie sowieso schon sind. Begrenzte Personenzahl, ausreichend Abstand zu anderen Badegästen, Vermeidung von Warteschlangen könnten einige der Bestimmungen sein. Sicher ist für Steinhoff und Aue, dass es in diesem Jahr keine normale Badesaison geben wird.

Chlor tötet Viren ab

Aus dem Bäderportal der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) geht hervor, dass Viren durch das Chlor sicher abgetötet werden. Damit bestehe in Schwimmbädern kein größeres Ansteckungsrisiko als in anderen Einrichtungen auch.  zpy

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.