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Schrauben nach langer Pause: Freunde von Heinkelfahrzeugen trafen sich in Hann. Münden

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Von: Petra Siebert

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Detlev Bornmann, Bertram Hilgen und Helmut Meier lösen ein Batterieproblem an einem Heinkel 102A1, Baujahr 1954.
Detlev Bornmann, Bertram Hilgen und Helmut Meier lösen ein Batterieproblem an einem Heinkel 102A1, Baujahr 1954. © Petra Siebert

Schrauben drehen, Muttern drehen: Die Freunde von Heinkelfahrzeugen trafen sich in Hann. Münden. Nach zwei Jahren Coronapause konnte wieder gefachsimpelt werden.

Hann. Münden – Endlich wieder fand kürzlich nach zweijähriger Zwangspause ein Schraubertag für Freunde von Heinkelfahrzeugen bei Detlev Bornmann statt. Denn vor Corona kamen die Fans dieser Motorroller und Mopeds, darunter Mitglieder der Heinkel-Freunde Kassel, einmal im Jahr in der Fahrzeughalle des ehemaligen Peugeot-Autohändlers an der Kasseler Straße zum Schrauben, Reparieren und Warten der Mopeds zusammen. Natürlich gehört auch das Fachsimpeln immer dazu.

Ernst Wegener und Dietmar Arndt wechseln eine Zündspule an einem Heinkel Roller 103A2, Baujahr 1961.
Ernst Wegener und Dietmar Arndt wechseln eine Zündspule an einem Heinkel Roller 103A2, Baujahr 1961. © Petra Siebert

Oft müssen Teile ausgetauscht und Defekte beseitigt werden. Es tauchen auch technische Probleme auf, an der Lösung wird gemeinsam gearbeitet. Ein gut sortiertes Heinkel-Ersatzteillager ist bei Detlev Bornmann vorhanden, denn bevor der heutige Rentner die Autovertretung hatte, war sein Vater Heinkel-Vertragshändler. So ist Bornmann auch im Besitz von sechs Heinkel-Fahrzeugen, davon zwei Mopeds, genannt Perle, Baujahr 1955. Das sind die einzigen Mopeds, die Ingenieur Ernst Heinkel in den 50er Jahren entwickelt hat. Die anderen Zweiräder sind Motorroller, die zu den beliebtesten der Nachkriegszeit gehören. Um seine Roller und Mopeds reparieren und warten zu können, hat Bornmann an einem Fortbildungslehrgang im Heinkel-Werk in Stuttgart Zuffenhausen teilgenommen.

Die Heinkel-Freunde Kassel sind innerhalb des der regionale Zusammenschluss der aktiven und passiven Heinkel-Fahrer in Nordhessen. Der Regionalclub hat zurzeit 30 Mitglieder. Mit ihren Heinkel-Fahrzeugen fahren sie insgesamt mehrere Tausend Kilometer pro Saison. So beispielsweise startet am 1. Mai das „Anheinkeln“ mit einer Ausfahrt in Richtung Hofgeismar und Bad Karlshafen. (Petra Siebert)

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