„Insekten am Limit“

Fridays for Future in Hann. Münden: Kunst gegen Insektensterben

Malin Frankfurth (links) Sarah Drubel von Fridays For Future Hann. Münden. Die beiden jungen Frauen haben die Protestaktion gegen Insektensterben am 10. Juli organisiert. Sie stehen vor dem Welfenschloss in Hann. Münden.
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Haben die Kreativaktion organisiert: Malin Frankfurth (links) Sarah Drubel von Fridays For Future Hann. Münden

Die Ortsgruppe von Fridays for Future demonstrierte wieder in der Dreiflüssestadt vor dem Welfenschloss. Mit der aktuellen Aktion sollte auf das Insektensterben aufmerksam gemacht werden.

Hann. Münden - Um die aktuelle Ausstellung „Insekten am Limit“ im Städtischen Museum zu unterstützen, haben Sarah Drubel und Marlin Frankfurth von Fridays for Future eine Kreaktivaktion zum Thema Insektensterben organisiert.

Fridays for Future in Hann. Münden: Demo unter Corona-Auflagen

Sarah Drubel sitzt in ihrer gestreiften Stoffhose im Schneidersitz auf dem Boden, neben sich hat sie ihren großen Rucksack abgestellt. Sie erinnert so ein bisschen an Greta Thunberg, die junge Aktivistin, die vor zwei Jahren die Fridays for Future Bewegung ins Leben gerufen hat. „Wir wollen heute mit Kreide auf dem Schlossplatz Motive zum Thema Insektensterben malen“ erklärt die 18-jährige Schülerin, die im März 2019 die Fridays for Future Ortsgruppe in Münden mit gegründet hat.

Der Begrüßung folgt eine kurze Einweisung zu den Corona-Richtlinien, die bei der Aktion eingehalten werden müssen: Ausreichend Abstand halten, das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz ist Pflicht. Da sich alle 15 Teilnehmer daran halten, kann das Ordnungsamt entspannt die Aktion aus einigen Metern Entfernung beobachten.

Protestlied aus den 1980ern

Im Nieselregen folgen vier kurze Redebeiträge, unter anderem von Schülerin und Mitorganisatorin Malin Frankfurth. Sie spricht darüber, wie eine Welt ohne Insekten aussehen würde. Barbara Hermanowski, Mitkuratorin der Ausstellung im Museum, hat ebenfalls eine kurze Ansprache vorbereitet.

Abschließend richtet auch Sarah Drubel das Wort an die Teilnehmer. Sie liest einen Liedtext vor: „Lärmende Maschinen überrollen den Wald...Karl der Käfer wurde nicht gefragt, Man hat ihn einfach fortgejagt“, lauten einige Zeilen des Protestlieds „Karl der Käfer“ aus den 80er Jahren der Band „Gänsehaut“, in dem das Thema Waldsterben behandelt wird.

Bunte Straßenmalkreide wird aus einem Eimer an die Teilnehmer verteilt, dann wird gemalt. Drubel hofft, dass die Kunstwerke zumindest zwei Tage halten, bei den Wetteraussichten sei das aber eher fraglich. Die meisten malen Karl den Käfer, Schmetterlinge oder andere Insekten, manche schreiben mit der bunten Kreide eine kurze Botschaft auf den Schlossplatz.  

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