„Pflicht, Verantwortung zu übernehmen“

Fridays-for-Future-Ortsgruppe blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

Fridays-for-Future Demo 2020 Münden. Foto: Margitta Hild
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Die Gruppe demonstrierte zuletzt im März, als in Hann. Münden der Klimanotstand debattiert wurde. 

Die Fridays- for-Future-Ortsgruppe Hann. Münden blickt auf ein ereignisreiches Jahr voller Aktionen zurück, heißt es in einer Mitteilung. Im Gedächtnis bleibe vor allem der erste globale Streiktag und die erste Demo der Mündener am 15. März 2019.

„Wir waren laut. Es entstand eine große Motivation, die Aktionen fortzusetzen und auszubauen“, so Sara Drubel von der Ortsgruppe. „Ein großer Erfolg waren die Wahlen des Europaparlaments, wo dem Thema Klimaschutz viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde.“ Auch der dritte globale Streiktag im September sei mit 230 Teilnehmern ein absoluter Höhepunkt gewesen.

Im Sommer und Herbst beschäftigte sich die Fridays-for- Future-Ortsgruppe Münden zudem mit Müllsammelaktionen, einer Baumpflanzaktion, Laternendemo, Diskussionen mit dem Mündener Stadtrat und Ministerpräsident Stephan Weil. In der Weihnachtszeit durfte man, gemeinsam mit den Scientists-for-Future aus Göttingen im Geschwister-Scholl-Haus viele Interessierte zu Vorträgen über den Klimawandel begrüßen.

Eine der größten Aktionen 2019 für die Ortsgruppe sei der Umwelttag am 27. September gewesen, an dem Upcycling-Workshops, Vorträge und nachhaltige Mitmachprojekte mit über 300 Schülern veranstaltet wurden. Das Jahr 2020 begann für die Ortsgruppe mit einem Wintermarkt, auf dem nachhaltige Produkte wie Kerzen aus Kerzenresten und diverse Upcyclingartikel verkauft wurden. Unterstützung aus Kassel und Göttingen erhielt man Anfang März beim „Herzensprojekt“: der Ausrufung der Klimanotlage in Hann. Münden und damit einhergehenden Klimaschutzprojekten vor Ort. „Wir hatten Erfolg“, heißt es in der Mitteilung. Der Umweltausschuss gab bekannt, dem Mündener Stadtrat die Ausrufung der Klimanotlage zu empfehlen.

Sara Drubel, Organisatorin

Trotz dieses Erfolgs sei ein Rückzug aber nicht der Plan. „Der Klimawandel ist ein Thema, das alle mit Sicherheit das ganze Leben lang begleiten wird“, heißt es weiter. „Wir sehen es als unsere Pflicht, Verantwortung für unsere Zukunft und die Zukunft kommender Generationen zu übernehmen und dort laut zu werden, wo wir Ungerechtigkeit sehen“, so Sara Drubel.

Seit Beginn der Corona-Krise veranstalte Fridays-for-Future online Weiterbildungsangebote zu Themen rund um die Klimakrise mit Vorträgen von Experten. Diese können auf dem Youtube-Kanal kostenfrei abgerufen werden. Wegen der aktuellen Lage sei auch der globale Streik am 24. April 2020 abgesagt worden, teilt die Ortsgruppe mit.

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