Eine Pastorin für zwei Gemeinden

Friederike Schweizer ist neue Pastorin der Gemeinden Bühren-Niemetal und Hemeln-Bursfelde

Pastorin Friederike Schweizer steht vor der Kirche Hemeln
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Friederike Schweizer ist die neue Pastorin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Bühren-Niemetal und Hemeln-Bursfelde. Hier an der Kirche Hemeln.

Friederike Schweizer heißt die neue Pastorin der Kirchengemeinden Hemeln-Bursfelde und Niemetal-Bühren. Auch wenn die 30-Jährige wegen des Corona-Lockdowns noch nicht offiziell in ihr Amt eingeführt werden konnte, trat sie zum 1. Februar die Nachfolge von Philipp Mohnke-Winter an, der bereits vor einem knappen Jahr nach Hildesheim gewechselt war.

„Ich bin von den Menschen hier sehr herzlich aufgenommen worden und das hat sicher dazu beigetragen, dass ich mich nach kurzer Zeit schon unheimlich wohlfühle“, sagt Friederike Schweizer, die im Schwarzwald in der Nähe von Offenburg als Tochter eines katholischen Vaters und einer evangelischen Mutter aufgewachsen ist. „Meine Eltern entschieden, dass ich katholisch getauft werde“, erzählt sie. „Dadurch hatte ich das Glück, die Jugendarbeit in der katholischen Kirche mitmachen zu können, die mich sehr geprägt hat.“

Im Alter von 16 Jahren sei in ihr dann der Wunsch aufgekommen, für die Kirche zu arbeiten. „Ich habe dann aber gemerkt, dass ich mich als Frau in der evangelischen Kirche besser aufgehoben fühle und dort alles machen kann“, sagt Schweizer. Bevor sie dann in Mainz ihr Theologiestudium begonnen habe, sei sie konvertiert. „Allerdings fühle ich mich der katholischen Kirche nach wie vor sehr verbunden“, betont sie.

Nachdem Friederike Schweizer den Mann fürs Leben gefunden hatte, der aus der Nähe von Hannover stammt und mit dem sie inzwischen auch verheiratet ist, entschied sie sich dafür, in seine Nähe zu ziehen und ihr Vikariat in Sehnde zu absolvieren.

„Mit meinem Vikariatskurs war ich 2019 dann im Kloster Bursfelde und habe mich schon damals in die Region verliebt“, erzählt sie. Umso glücklicher sei sie gewesen, als das Angebot kam, die verbundene Pfarrstelle der beiden Kirchengemeinden Hemeln-Bursfelde und Niemetal-Bühren zu übernehmen. Inzwischen hat sie zusammen mit ihrem Ehemann das Pfarrhaus in Varlosen bezogen.

„Ich werde zunächst einmal zuhören und schauen, was die Menschen hier so brauchen, was Kirche geben kann und was ich geben muss“, sagt sie. „Ich möchte eine Kirche haben, in der jeder seinen Platz hat und niemand vor den Kopf gestoßen wird“, betont die junge Pastorin. „Es ist ja gerade unheimlich schwierig, sich zu begegnen und ich finde es sehr schade, dass ich hier nicht gleich so richtig durchstarten kann“, sagt Schweizer. Eines ihrer vordringlichen Ziele für die Zukunft sei es, mehr Jugendarbeit in ihren Kirchengemeinden zu machen. „Die Jugendarbeit war es ja schließlich auch, die mich so sehr geprägt hat.“

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