Früheres Vereinskrankenhaus in Hann. Münden: Im September ziehen erste Flüchtlinge ein

Hann.Münden. Der Umbau des ehemaligen Vereinskrankenhauses in Neumünden zu einer Integrierten Flüchtlingsunterkunft und Begegnungszentrum (Ifub) hat begonnen.

In einem ersten Schritt werde die Baufirma die frühere Gynäkologie und den OP-Trakt abreißen, berichtete am Donnerstag bei einer Pressekonferenz Rüdiger Nebel, stellvertretender Leiter des Gebäudemanagements beim Landkreis Göttingen. Drei Gebäude bleiben stehen: der Kopfbau, der Winkelbau und das Gartenhaus.

In drei Abschnitten werde das Ex-Krankenhaus umgebaut, erläuterten Rüdiger Nebel und der vom Landkreis beauftragte Architekt Gregor Brune. In der ersten Phase würden parallel zum Abriss die Räume im Kopfbau und im Gartenhaus renoviert, damit zum 1. September die ersten Flüchtlinge einziehen können. Dort ist dann Platz für bis zu 110 Menschen.

Maximal 220 Flüchtlinge sollen in der Einrichtung untergebracht werden, sagte Landrat Bernhard Reuter. Für den Umbau seien dieses Jahr drei Millionen Euro im Kreishaushalt eingeplant. Über die weitere Finanzierung werde der neugewählte Kreistag entscheiden. Wenn die Flüchtlinge in einigen Jahren nicht mehr in der Ifub leben werden, würden die Räume zu preiswerten Wohnungen umgebaut, sagte Reuter. Seit 1. Juni ist der Landkreis Eigentümer der Immobilie, die nach der Schließung des Krankenhauses weitgehend leersteht. Verwaltungsmitarbeiter des Klinikum und die Arztpraxis werden zum 31. Dezember ausziehen. Landrat Reuter und Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener betonten, es werde keine Massenunterkunft entstehen, sondern eine Einrichtung, die sowohl der Integration von Flüchtlingen diene als auch mit dem Begegnungszentrum den Neumündenern zugutekomme.

Die Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) wird den Flüchtlingen gemeinsam mit Partnern Sprachkurse geben und sie beruflich fördern.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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