Frühling im Mittelalterdorf Steinrode

Jörn und Karlotta Ries (Mitte) aus Landwehrhagen haben sich für ihre Fensterbank zu Hause ein eigenes Kräuterbeet angelegt. Waldpädagogin Ulrike Zander-Platner (rechts) half ihnen dabei. Foto: Kuri

Hann. Münden. Rund 700 Besucher kamen zum Fest des Vereins für Umweltbildung und Waldpädagogik Libellula.

Wohlfühlen, die Natur bei schönstem Sonnenschein genießen und selbst traditionelles Handwerk ausprobieren - das war die Devise beim Frühlingsfest des Vereins Libellula im Mittelalterdorf Steinrode am Sonntag. 700 Gäste schlenderten zwischen den kleinen Lehmhäusern, der Dorfkirche und der Lagerfeuerstelle umher.

Das Mitmachangebot war groß. So konnten die Besucher töpfern, schmieden und auch Seile drehen. Ganz beliebt war bei den Kindern, sich ein eigenes Kräuterbeet für zu Hause anzulegen. Waldpädagogin Ulrike Zander-Platner hatte dazu kleine Holzkörbchen vorbereitet, welche die Kinder mit Folie, Kieselsteinchen und Sand befüllten. Erst dann wurde eine großzügige Schicht Komposterde in das Körbchen gesiebt, als Unterlage für die Kresse- und Schnittlauchsamen. Die kleinen Gärtner lernten spielerisch, dass die Steine als Dränage dienen und die Pflanzen mit nur wenig gesiebter Erde leicht keimen.

Ein weiteres Highlight für die Jüngsten war das Reiten auf den Ponys Jerry und Fee. Geführt ritten die Kinder außerhalb des Mittelalterdorfs einen Waldweg hinauf, fernab des Trubels.

Gut besucht: Rund 700 Gäste schlenderten zwischen den kleinen Lehmhäusern, der Dorfkirche und der Lagerfeuerstelle umher. Foto: Kuri

Die Besucher staunten nicht schlecht, als sich Katja Lang aus Ermschwerd mit einem gegerbten Wildschweinfell auf dem Kopf unter die Leute mischte. Sie hatte das Fell selbst geschenkt bekommen und spendete es dem Förderverein für Umweltbildung und Waldpädagogik Libellula. Der Vorsitzende des Vereins, Dr. Christian Platner, bedankte sich herzlich und sieht eine mögliche Verwendung bei Schulbesuchen. Ebenso spontan fanden sich die drei Musiker Timo, Ydalir und Jódies aus Kassel und Göttingen zusammen. Sie unterhielten die Gäste mit mittelalterlichen Klängen am Lagerfeuer.

Neben Flammkuchen, Bio-Bratwurst und Gemüsesuppe gab es auch selbstgebackenes Brot mit Kräuterquark. Bei der Zubereitung ließen sich die Köche über die Schulter gucken.

Für den Quark wurden beispielsweise Bärlauch und junge Löwenzahnblätter zerkleinert, die vorab frisch gesammelt wurden. (zsk)

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