Ehrenamtliche wuppen ein fünffaches Festival: 

Fünf Städte stehen Kopf

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Bernd Demandt und Lore Puntigam informierten im Café Aegidius über den aktuellen Stand der Vorbereitungen des diesjährigen Denkmal-Kunst Festivals.

Hann. Münden. Noch fünf Monate bis zum fünffachen Denkma-Kunst-Festival – und weitere ehrenamtliche Helfer sind nach wie vor willkommen: Sie bilden Arbeitsgruppen und unterstützen Initiator Bernd Demandt bei der Organisation und Betreuung des Festivals, beispielsweise als Aufsichtspersonen während der Öffnungszeiten der Denkmäler.

Interessierte können sich im Internet unter http://festival-dkkd.de/ melden oder direkt Kontakt mit Bernd Demandt unter Tel.: 0173/8513537 aufnehmen.

Das für Hann. Münden fünfte Denkmal-Kunst-Festival findet vom 29. September bis 8. Oktober statt, und zwar in völlig neuen Dimensionen. In diesem Jahr werden alle Städte des Fachwerk-Fünfecks beteiligt sein. Zeitgleich stellen 300 Künstler ihre Werke aus. Etwa die Hälfte der Künstler stamme aus der Region des Fachwerk-Fünfecks, die andere Hälfte aus ganz Deutschland und weit über die Landesgrenzen hinaus. 100 Denkmäler sollen geöffnet werden, rund 250 Abendveranstaltungen sind geplant.

Über den aktuellen Stand informierten Veranstalter Bernd Demandt und die für die bildenden Künstler zuständige Kuratorin Lore Puntigam im Café Aegidius. „Alle fünf Städte plagen die gleichen Probleme“, so Demandt. In Hann. Münden habe das Denkmal-Kunst Festival einen großen Anteil an der Beseitigung von Leerständen gehabt und die Stadt weit nach vorne gebracht. Das möchten die Initiatoren jetzt auch den anderen Städten möglich machen. Künstler wurden engagiert, Denkmäler akquiriert und Abendveranstaltungen gebucht. In einigen Städten sei dies sehr leicht gewesen, erzählte Demandt, die Menschen hätten sofort die positiven Folgen für ihre Stadt erkannt und Engagement gezeigt, andere Städte hingegen würden sich noch schwer tun. Der Verwirklichung des Festivals in allen fünf Städten stehe aber nichts im Weg.

Demandt zeigte einige Beispiele für die Denkmäler auf. Besonders sehenswert seien die Schachtrupp Villa in Osterode, die Northeimer Katakomben, die Synagoge in Einbeck und das Heinemannsche Haus in Duderstadt, das ein Tor ins 19. Jahrhundert öffne, so Demandt.

Es werde auch ein ähnliches Projekt wie die 9x24 Objektsanierung im Jahr 2013 in Hann.

Münden geben: Eine französische Berufsschulklasse wird mit Hilfe von Jugendlichen aus ganz Europa ein Fachwerkhaus in Osterode sanieren. Die Auftaktveranstaltung werde in Osterode stattfinden, der Abschluss in Northeim. Demandt nennt das Festival eine Vitaminkur für die Altstadt. In Hann. Münden seien mehr als die Hälfte der leerstehenden Denkmäler, die in den vergangenen Jahren Veranstaltungsort beim Festival waren, mittlerweile verkauft oder bereits saniert. (zwh)

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