Hann.Münden stellt Schilder auf

Füttern von Tauben in Stadt nimmt überhand

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Klares Design: Das Verbotsschild. 

Hann. Münden. Auf den ersten Blick ist es nett und wirkt naturverbunden. Beim genaueren Hinschauen wird es jedoch sehr schnell lästig.

Wenn Tauben und Enten gefüttert werden, ziehen auch andere Tiere in der Nahrungsketten ihren Nutzen. Ratten zum Beispiel. „Wo es Fressquellen gibt, profitieren auch Ratten“, sagt Jörg Hartung vom Ordnungsamt der Stadt Hann. Münden. Aber auch Scharen von Tauben in der Innenstadt sind nicht jedermanns Sache. Es habe in jüngerer Zeit Beobachtungen gegeben, dass Leute Tüten und Körbe mit Altlebensmitteln ausgeschüttet hätten, um Tauben oder Enten zu füttern. Und das an den Ufern der Flüsse, auch an der Werrabrücke. Bürgermeister Harald Wegener spricht von ganzen Toastbroten, die manchmal an Tiere verfüttert werden. Es gehe nicht darum, eine Person, die ein paar Krumen an Tauben verfüttere, zu maßregeln, sagt Jörg Hartung, der betont, dass es in Münden kein Fütterungsverbot für Tauben gebe.

Aber die Stadt wolle aufklären und auf mögliche Folgen einer zügellosen Fütterung hinweisen, deshalb werden in Kürze in der Stadt entsprechende Schilder montiert, die jedoch widersprüchlich zur Praxis erscheinen, weil auf ihnen "Füttern ... verboten" steht. „Wir wollen damit informieren“, so Hartung. Grundsätzlich sei es aber nicht erlaubt, Lebensmittel in die Natur zu werfen, „das ist Abfallbeseitigung“. So lasse sich auch das Schild begründen. Nahe der Schlagden, der Löwenbrücke und Werrabrücke sollen die Schilder stehen. In hartnäckigen Fällen der Lebensmittelentsorgung zur Fütterung, so Hartung, könne über den Landkreis ein Bußgeld verhängt werden. 

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