TSG Fußballsparte

Erinnerungen an frühere Spiele: Fußballer aus Hann. Münden treffen sich nach 50 Jahren wieder

Die Wiedersehensfreude war groß, als sich die Männer der TSG Fußballsparte nach 50 Jahren wieder trafen.
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Die Wiedersehensfreude war groß, als sich die Männer der TSG Fußballsparte nach 50 Jahren wieder trafen.

Sie waren von 1962 bis 1970 Fußballgrößen aus Hann. Münden: die damalige Fußballsparte der TSG Münden 1860. Nun haben sie sich nach 50 Jahren wiedergetroffen.

Hann. Münden/Holzhausen – Sie waren von 1962 bis 1970 Fußballgrößen aus Hann. Münden: die damalige Fußballsparte der TSG Münden 1860. Nun haben sie sich nach 50 Jahren wiedergetroffen.

20 Fußballer stammten aus dem Hann. Mündener Stadtteil Hermannshagen

Die 20 Fußballer stammten aus dem Hann. Mündener Stadtteil Hermannshagen. Nach der aktiven Zeit haben sie sich aus den Augen verloren. Bis Manfred Reuter und Friedel Schüssler kürzlich die Idee kam, für die Ehemaligen ein Treffen zu organisieren, im Familienbetrieb der Familie Reuter, Zum Alten Forsthaus in Holzhausen.

„Es hat einige Zeit gedauert, bis wir alle Adressen zusammen hatten“, berichtet Schüssler. 17 haben ihre Teilnahme zugesagt, dabei waren auch Angehörige und engste Fans von damals. Mit dem Bus und in Akkordeon-Begleitung trafen sie vor einigen Tagen in Holzhausen ein.

Die Wiedersehensfreude war groß, und schnell war die alte Vertrautheit zurück. Es wurde über die Spiele und die Siege erzählt, viele Erinnerungen ausgetauscht und Vergleiche mit heutigen Fußballspielen angestellt. „Wir haben Hann. Münden geprägt. Wir haben in der Amateur-Oberliga unter anderem gegen Concordia Hamburg und Hannover 96 gespielt und standen oft am obersten Tabellenplatz“, erinnert sich Manfred Reuter. Über 2000 Zuschauer bei den Spielen sei keine Seltenheit gewesen. Bei den Heimspielen der damaligen Verbandsligisten der TSG Münden waren es oft 1000 Zuschauer.

Für jedes gewonnene Spiel erhielten die Amateure 20 Mark

Es sei aber auch eine harte Zeit gewesen, mit vier Spielen im Monat. Das hieß jeden Sonntag auf einem Fußballplatz antreten, dazu drei Mal wöchentlich Training auf dem Rattwerder.

Für jedes gewonnene Spiel erhielten die Amateure 20 Mark, für ein Unentschieden 15 Mark und für verlorene Spiele 10 Mark. Und dazu eine Bockwurst nach dem Spiel. „Nicht zu vergleichen mit heute“, meinte ein Ehemaliger. Als Sponsoren traten die Filzfabrik Schedetal und auch der damalige Bürgermeister von Münden, Karl-Heinz Strack, auf, denn sein Sohn Henning spielte in der Mannschaft mit. Doch für die Fußballer spielte Geld keine Rolle. Das gemeinsame Kicken, Gewinnen und Verlieren, der Zusammenhalt und die Vereinstreue, das alles schätzten die Fußballer. „Wenn wir im Bus gesessen haben und zu den Spielen gefahren sind, haben wir gemeinsam gesungen und viel Spaß gehabt“, so Reuter. (Petra Siebert)

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