Gartenparadiese

Gärten im Raum Hann. Münden: Bonaforths Tomatenexperte

Gartenparadies auf knapp 300 Quadratmetern: Bei Monika und Fritz Horst Schmidt in Bonaforth wachsen Weintrauben und viele verschiedene Sorten Tomaten.
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Gartenparadies auf knapp 300 Quadratmetern: Bei Monika und Fritz Horst Schmidt in Bonaforth wachsen Weintrauben und viele verschiedene Sorten Tomaten.

Besonders seit der Coronakrise steht der eigene Garten wieder hoch im Kurs. Wir stellen einige der schönsten Gartenparadiese vor. Heute: der Garten von Monika und Fritz Horst Schmidt in Bonaforth.

Hann. Münden – Große gelbe Ochenherzen, dunkel-rotbraune Black Prince und orange-gelbe Ananastomaten – dies sind nur drei der über 60 verschiedenen Tomatensorten die im Garten von Monika und Fritz Horst Schmidt wachsen.

Jede Tomatenpflanze, die bei den Schmidts im Garten wächst, hat Fritz Horst Schmidt selbst gezogen. „Wenn die Saison zu Ende ist, trockne ich die Kerne. Im Frühjahr sähe ich sie dann aus“, erzählt er. Wenn die Pflänzchen groß genug sind, kommen sie in einen Topf in den Garten. Bis zu 300 Pflanzen hat Fritz Horst Schmidt pro Jahr groß gezogen. „Aber das wurde irgendwann zu viel. Jetzt mache ich weniger“, sagt er.

Rebstöcke und Tomaten

Inzwischen ist Schmidt zu einem richtigen Tomatenexperten geworden. „Freunde und Bekannte fragen ihn immer wieder nach Tipps für die eigenen Tomaten“, erzählt seine Frau Monika. Seine Erfahrungen rund um die Tomatenzucht hält Fritz Horst Schmidt in einem kleinen Buch fest. Wenn die Tomaten reif sind, lädt das Paar ihre Freunde zu einem Tomatenfest ein. „Man glaubt gar nicht, wie unterschiedlich die einzelnen Sorten schmecken. Manche sind fruchtig frisch, andere eher würzig oder süß“, schwärmt Monika Schmidt. Fritz Horst Schmidt züchtet ausschließlich alte Tomatensorten.

„Die haben einen ganz anderen Geschmack als die Sorten, die man heute im Supermarkt kaufen kann“, erzählt er.

Aber nicht nur Tomaten stehen bei den Schmidts. 12 Rebstöcke der Sorte Isabella wachsen im Garten. „Die Sorte kenne ich aus meiner Heimat Siebenbürgen in Rumänien“, sagt Fritz Horst Schmidt. „Sie ist besonders robust und winterfest“. Jedes Jahr tragen die Weinstöcke vielen dicke Trauben, aus denen Wein gemacht wird. „Da kommen schon mal gut 60 bis 70 Liter zusammen“, sagt Monika Schmidt.

Himbeeren, Pfefferminze und Zucchini

Das Kräuterbeet ist das Reich von Monika Schmidt. Dort wachen auch Tomaten, Zucchini, Johannisbeeren und Himbeeren.

Neben der Laube haben die Schmidts ein großzügiges Kräuterbeet angelegt. Das ist das Reich von Monika Schmidt. „Ich bin Frühaufsteherin. Jeden morgen gehe ich in den Garten und Pflücke mir frische Kräuter für meinen Tee“, sagt sie. Zwischen Salbei, Schnittlauch, Pfefferminze und Estragon wachsen auch Zucchini. Und wie sollte es anders sein – Tomaten. Gut geschützt vor Regen und zu viel Sonne unter einem kleine selbst gebauten Dach.

Alles was bei Monika und Fritz Horst Schmidt wächst, wird verarbeitet. „Dieses Jahr hatte ich so viele Himbeeren, da wusste ich schon fast nicht mehr wohin damit“, sagt Monika Schmidt. Auch die Johannisbeeren war in diesem Jahr reichlich.

Anders sieht es hingegen bei den Obstbäumen aus. „Die Kirschen haben in diesem Jahr ganz wenige Früchte“, erzählt Monika Schmidt. Der Aprikosenbaum hat gar nicht getragen. „Ich bin froh, dass ich die Aprikose über den Winter bekommen habe. Die sah im Frühjahr ganz traurig aus“, sagt Fritz Horst Schmidt.

An dem Garten schätzt Fritz Horst Schmidt vor allem die Ruhe und die frische Luft. „Nach meinem Studium in der Großstadt wollte ich nie wieder zurück in die Stadt. Hier auf dem Land bin ich zufrieden“, sagt er. „Es ist immer wie ein bisschen Urlaub“, sagt Monika Schmidt. Da sind die beiden sich einig. (Eva Krämer)

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