Gartenparadiese

Gärten im Raum Hann. Münden: Heiratsantrag vor Märchenschloss in Scheden

Seit März erfreuen sich Eva und Michael Kruse an den sieben Hennen und dem Hahn. Pauline ist das Kuschelhuhn.
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Seit März erfreuen sich Eva und Michael Kruse an den sieben Hennen und dem Hahn. Pauline ist das Kuschelhuhn. Sieben Hühner und ein Hahn leben bei dem Paar im Garten.

Besonders seit der Coronakrise steht der eigene Garten wieder hoch im Kurs. Wir stellen einige dieser Gartenparadiese in der Region vor. Heute: der Garten von Eva und Michael Kruse in Scheden. Heute der Garten von Eva und Michael Kruse aus Scheden.

Scheden – Als Eva und Michael Kruse vor 15 Jahren in ihr Haus eingezogen sind, bestand das Grundstück nur aus Wiese, einer gepflasterten Fläche, einem Schuppen und einer Garage. Den Schuppen hatte Michael Kruse schon vor der Hochzeit umgebaut und Eva Kruse nannte das Bauwerk Märchenschlossschuppen. Vor diesem hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht.

Schnell war sich das Paar einig, dass auf dem 900 Quadratmeter großen Grundstück eine Oase entstehen soll. Begonnen habe ich mit einem alten Staketenzaun, mit dem ich das Grundstück ein wenig abgeteilt habe“, erzählt Eva Kruse. Davor habe sie dann Rosen und Stauden gepflanzt. Damit war der Grundstein für das Gartenparadies gelegt. Es folgte der Bau eines großen Teiches mit Steg an der tiefsten Stelle des Gartens. Seerosen und andere Wasserpflanzen blühen dort um die Wette und ziehen Libellen, Insekten Vögel sowie Molche und Frösche an. Es ist eine Oase der Stille, nur der Bach am Grundstücksende plätschert.

220 Rosen in weiß und hellrosa

Rund um den Teich und einem großen Teil des Grundstücks befinden sich über 220 Rosenpflanzen alle in Weiß oder Hellrosa. Es sind viele alte Sorten dabei, die einen betörenden Duft verströmen. „Ich habe ein Faible für die Farbe Weiß und Rosa und ich liebe Rosen“, erzählte Eva Kruse. Leider hat der vergangene Winter vielen hohen Rosenstauden, -büschen und Kletterrosen sehr zugesetzt, eine acht Meter hohe Kletterrose war dabei. „Nun fehlt dem Garten die Höhe“, sagt Eva Kruse. Die Pflanzen treiben zwar neu aus, aber es brauche Jahre, bis es wieder so wird, wie es einmal war.

Ein Traum von Garten in Scheden in dem man sich stundenlang aufhalten und schauen kann. Eva und Michael Kruse haben sich auf etwa 900 Quadratmetern eine kleine Oase geschaffen.

Rosen, Lavendel und Rittersporn

Für Außenstehende ist allerdings nicht erkennbar, dass etwas fehlt, Betrachter sind fasziniert von der Rosenvielfalt und anderen Pflanzen. Das sind unter anderem Akelei, Rittersporn, Sterndolden, Pfingstrosen, Lavendel und Frauenmantel. Sie füllen die Zwischenräume in den Beeten.

Jeder noch so kleine Platz wurde genutzt, um Pflanzen dort unterzubringen. Durch die Dichte wird die Feuchtigkeit gehalten, denn gegossen werden nur die Kübelpflanzen. Zu den Lieblingspflanzen des Paares gehören auch noch Funkien, davon sind ungefähr 70 Pflanzen verschiedener Arten im Garten verteilt.

Mit Sommerblumen und antiken Gegenständen.

„Wir lassen zwischen den Pflanzen auch das Unkraut wachsen, das stört uns nicht“, sagt Michael Kruse. Zwischen den Pflanzenoasen befinden sich viele urgemütliche Sitzecken, liebevoll dekoriert mit antiken Utensilien und blühenden Sommerblumen, alles in Weiß und Rosa. „Je nach Tageszeit nutzen wir verschiedene Sitzplätze und entspannen. Abends sitzen wir auf der Bank, von der aus wir die Gruppe von hellen Pflanzen sehen. Die leuchten dann im Mondlicht“, schwärmt Michael Kruse.

Auch die ehemalige Garage wurde zu einer Laube mit Sitzgelegenheit ausgebaut. In einem Gewächshaus gedeihen Kräuter, Tomaten, Gurken und Kohlrabi. „Während der intensiven Coronaeinschränkungen haben wir unseren Garten noch mehr geschätzt als sonst und als den schönsten Ort der Welt genossen“, sagt das Paar aus Scheden.

Hahn Caruso wacht über sieben Hennen 

Neben ihren Berufstätigkeiten als Erzieherin und Zahntechniker lebt das Schedener Paar sein Hobby. Jahrelang wurden sie bei der Gartenarbeit von den Laufenten Alfred, Ida und Alvine unterstützt, sie haben die Schnecken im Garten vertilgt. Nachdem die Enten gestorben waren kam den Beiden im März die Idee, Hühner zu halten. „Es war schon lange unser Wunsch, Hühner zu halten, die beleben den Garten“, so Eva Kruse.

Ein Teil des Gartens wurde abgetrennt und hühnergerecht umgestaltet. Nun haben sieben Hennen und ein Hahn dort ein kleines Paradies, in dem sie sich in Häuschen zurückziehen, auf dem Boden scharren, im Gras picken und im Sand oder Kies baden können. Die Nacht verbringen sie sicher im Stall. Die Hennen haben alle Namen, da ist beispielsweise Pauline das Kuschelhuhn. Es lässt sich auf den Arm nehmen und schläft dort sogar ein. Und Hahn Caruso wacht über seine Hennen. „Wir sitzen oft vor dem Hühnergehege und schauen dem Treiben zu“, erzählt Michael Kruse. Denn das Verhalten sei sehr individuell und es mache Freude das Federvieh zu beobachten. Die Eier reichen für das Paar und auch ab und zu für Besucher. Eines ist für Eva und Michael Kruse sicher: Geschlachtet werden die Hühner nie. (Petra Siebert)

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